Weg frei für Pflegeschule. Ministerratsbeschluss ebnete nun den Weg für Gaminger Pflegeausbildung mit Matura. Ein Infotag über die drei Schulformen findet am Freitag, 24. Jänner, statt.

Von Claudia Christ. Erstellt am 21. Januar 2020 (04:09)
Daumen hoch für die neue Pflegeschule bei der designierten Schuldirektorin Barbara Heigl, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Landtagsabgeordneter Anton Erber.
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Nun ist es fix. Die neue Pflegeschule in Gaming wird ab Herbst die ersten Schüler ausbilden. Ein am vergangenen Mittwoch gefasster Beschluss im Ministerrat macht nun den Weg frei für den Start der ersten Höheren Lehranstalt für Sozialbetreuung und Pflege. Erstmals in Österreich soll damit eine fünfjährige Pflegeausbildung mit Matura am bisherigen Standort der Landwirtschaftlichen Fachschule seinen Betrieb aufzunehmen, vorerst als Schulversuch.

„Nach einem ruppigen Start sind wir jetzt am zukunftsreichen Ende angekommen“, freut sich VP-Landtagsabgeordneter Anton Erber, der sich von Anfang an für die neue Pflegeeinrichtung stark gemacht hat. „Denn die Alternative wäre gewesen, dass es künftig keine Schule mehr in Gaming gibt und das war für mich absolut keine Option“, sagt Erber.

Jobgarantie für Schüler

Auch Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger betonte, dass der Ministerratsbeschluss ein wichtiger Meilenstein für den neuen geplanten Schultyp sei, der die richtige Antwort auf die angespannte Personalsituation im Pflegebereich sei. Im gleichen Atemzug gibt Ziselsberger eine Jobgarantie für jene Schüler ab, die 2025 als erste maturieren werden.

Neben der fünfjährigen Pflegeausbildung mit Matura wird es zusätzlich eine dreijährige Fachschule für Sozialberufe (FSB) und eine zweijährige Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) geben. „Damit schaffen wir gemeinsam ein absolut notwendiges Vorreiterprojekt für ganz Österreich“, betont VP-Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Denn nach Gaming soll der Schultyp in weiteren vier Bundesländern installiert werden.