Chopin-Familie lädt wieder nach Gaming. Von 11. bis 13. August beherbergt Kartause wieder das Festival. Gastregion der 33. Ausgabe ist das polnische Schlesien.

Von Miriam Seidl. Erstellt am 17. Juni 2017 (05:00)
Miriam Seidl
Festival-Intendant Theodor Kanitzer, Kartausen-Geschäftsführerin Birgit Rigler, Komponistin Silvia Sommer, Wlodzimierz Szelag, Direktor des polnischen Fremdenverkehrsamt, Solist Markus Aubrecht, Botschafter Artur Lorkowski, Solistin Natalia Rehling und Katarzyna Dzióba, Vizepräsidentin von Zabrze. 

Das Chopin-Festival in der Kartause geht in diesem Jahr von 11. bis 13. August in seine stolze 33. Runde. Wie in jedem Jahr ist unter dem Motto „Chopin im Spiegel der Kulturen“ ein Gastland bzw. eine Gastregion ausgewählt, die in Beziehung zu dem aus Polen stammenden Weltenbürger Fryderyk Chopin und seiner Musik steht. In diesem Jahr ist das polnische Schlesien mit der Stadt Zabrze zu Gast in Gaming.

Beim Pressefrühstück für das 33. Chopin-Festival am vergangenen Mittwoch in der polnischen Botschaft in Wien wurde dazu das Programm vorgestellt, für das tatsächlich zahlreiche Interpreten aus Schlesien gefunden werden konnten.

So werden neben dem Symphonieorchester der Stadt Zabrze, das beim Eröffnungskonzert auftreten wird, das Schlesische Tanz- und Gesangsensemble „Mały Śląsk“ (zu Deutsch „Kleines Schlesien“) bei der Eröffnung im Prälatenhof mitwirken, junge Künstler preisgekrönte Künstler aus Zabrze das beliebte Dinnerkonzert Samstagmittag begleiten und das Ensemble „Jazzgott“ aus Zabrze wird am Sonntag den musikalischen Ausklang auf der Seebühne gestalten.

Freundschaft mit Zabrze vor den Vorhang geholt

Die Stadt Zabrze steht bereits seit längerem in Verbindung mit der Chopin-Gesellschaft Wien. 2015 wirkte beispielsweise ein Kinderchor aus Zabrze bei der Eröffnung mit, und auch die Präsidentin der Stadt war schon beim Festival zu Gast.

Umso mehr freute sich daher Intendant Theodor Kanitzer, die in freundschaftlicher Verbindung zur Wiener Chopin Gesellschaft stehende Kultur- und Industriestadt als Gaststadt präsentieren zu können.

Im Festivalprogramm wirken in gewohnter Weise hochkarätige Solisten aus mehreren Ländern – in diesem Jahr aus Polen, Korea, Frankreich, Österreich und dem Kosovo – mit. Besonders freudig erwartet wird das Mitwirken der Starpianisten Janusz Olejniczak und Yves Henry sowohl beim Eröffnungskonzert am Freitagabend als auch bei Nocturno, dem überaus beliebten nächtlichen Konzert bei Kerzenlicht am Samstagabend.

Letzteres findet diesmal zum Thema „George Sand und Fryderyk Chopin in Nohant“ statt und wird wieder von Liliana Niesielska moderiert. Als weiteren Höhepunkt im Programm gibt es in diesem Jahr nicht nur eine, sondern gleich drei Uraufführungen von an Chopin angelehnten Kompositionen.

Um es in den Worten Artur Lorkowskis, Botschafter der Republik Polen in Wien, zu sagen – das diesjährige Chopin-Festival verheißt mit einer Kombination aus „explosiver, romantischer Musik aus Polen und der wunderbaren Natur des Ötschergebiets“ einmal mehr ein einmaliges musikalisches Ereignis.