Die Garten-„Must Haves“ im Bezirk Scheibbs. Vier Gartenprofis aus dem Bezirk geben Tipps und verraten, was heuer besonders angesagt ist.

Von Karin Katona und Gerhard Rötzer. Erstellt am 31. März 2021 (05:31)
Von links nach rechts: Bei Gartengestalter Harald Fuchssteiner entsteht eine Blumenwiese. Gärtnerin Barbara Riedl: Bunte Frühlingsblumen. Obstbaumschnitt: Gärtner Hannes Käfer zeigt vor, wie es geht. Gärtnerin Martina Mayrhofer: Ein Hochbeet passt in jeden Garten.
Rötzer (Riedl), Katona (Mayrhofer) bzw. privat

Die Gärtnereien haben um diese Jahreszeit Hochsaison, „Garteln“ ist so sehr im Trend wie nie zuvor. Das bestätigen auch die Profis, die die NÖN um Tipps gebeten hat, was im Garten zu tun ist.

Hochbeete: „Eigenes Gemüse anzubauen, ist ein riesiger Trend, auch für kleine Gärten. Hier sind Hochbeete ideal“, verrät Gärtnerin Martina Mayrhofer aus Purgstall. „Die ersten Pflänzchen können bereits gesetzt werden, brauchen bei kalten Temperaturen nachts aber noch eine Abdeckung.“

Auch Karfiol, Schnittlauch und Petersilie dürfen schon ins Beet. Mit Fruchtgemüse wie Tomaten, Gurken, Zucchini und Paprika ist noch Warten angesagt. Auf alle Fälle sollte das Hochbeet auf die Pflanzsaison vorbereitet werden: „Wenn es warm wird, kann der Boden besonders gut Nährstoffe aufnehmen.“

Obstbäume: Wie groß der Trend zum Obstbaum ist, zeigen Angebote diverser Obstbaum-Stämmchen im Supermarkt. Gärtner Johannes Käfer aus Gresten empfiehlt jedoch, Obstbäume unbedingt im Fachhandel mit ausführlicher Beratung vom Gärtner zu kaufen. „Ein Obstbaum soll jahrzehntelang guten Ertrag und Freude bringen“, sagt der Gartenprofi.

Den Bepflanzungsschnitt gibt es in der Gärtnerei Käfer gleich dazu. Obstbäume brauchen ein Leben lang sorgfältigen Schnitt und Pflege. „Der kräftige Rückschnitt erfolgt bereits im Februar. Besonders wüchsige Bäume werden im April noch einmal schonend zurückgeschnitten“, erklärt Käfer. „Die Krone muss immer licht gehalten werden, damit kein feuchtes Kleinklima entsteht. Denn das würde Pilzkrankheiten begünstigen.“

Bunte Blumenpracht: Frühlingsblüher wie Hyazinthen, Narzissen, Primeln, Vergissmeinnicht und Tulpen folgen keinem Trend, sondern gehören um diese Jahreszeit zu den Dauerbrennern, weiß Gärtnerin Barbara Riedl aus Oberndorf. „Auch Stiefmütterchen sind wegen ihrer Farbenpracht beliebt“, rät die Inhaberin von „Flowers Riedl“.

Das Frühjahr sei auch die ideale Jahreszeit für die Ausbringung von Dünger im Garten. „Naturdünger ist die beste Lösung, auch für längerfristige Düngung. Es gibt eine große Auswahl von Naturdünger, für Staudenbeete, Rosen und Beerensträucher. Auch der Rasen kann jetzt schon gedüngt werden.“

Blumenwiesen: Mit dem Trend zum naturnahen Gärtnern wird auch das Interesse der Gartenbesitzer größer, die Biodiversität im eigenen Garten zu fördern. „Immer mehr Leute wünschen sich eine Blumenwiese“, weiß Gartengestalter Harald Fuchssteiner aus Oberndorf. „Eine Grundlage dabei ist, die Samen auf offene Erde und nicht in eine bestehende Wiese zu säen. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt dazu, denn später werden die Gräser bereits zu dominant.“

In einen insektenfreundlichen Garten gehören auch blühende Sträucher und Stauden. „Es ist wie ein Wunder, zu sehen, wie Schmetterlinge, Wildbienen und andere Insekten zurückkehren“, verspricht Fuchssteiner.

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