Der „Neue“ im Pfarrhaus Randegg

Erstellt am 02. Januar 2022 | 06:02
Lesezeit: 3 Min
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Gastpriester Thomas Binu (links) wird den Randegger Pfarrer Thomas Neernakunnel (rechts) in den kommenden Wochen vertreten.
Foto: Dallhammer
Thomas Binu hat nun seinen Dienst als Gastpriester in Randegg angetreten.
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Seit vergangenem Mittwoch trifft man im Pfarrhaus Randegg auf ein neues Gesicht: Priester Thomas Binu ist kürzlich mit einem herzlichen Empfang in die Gemeinde aufgenommen worden. Die Vorfreude auf den Besuch aus Rom war besonders groß, soll der Gastpriester doch seinen Mitbruder Thomas Neernakunnel in den kommenden Wochen unterstützen und ihm dadurch etwas Last von den Schultern nehmen. Der Randegger Pfarrer freut sich sehr über diese zuverlässige Vertretung und kann somit guten Gewissens der Reise in seine Heimat Indien entgegenfiebern. Thomas Binu hat bereits während der Weihnachtsfeiertage die Heiligen Messen gestaltet und wird die beiden Pfarren Randegg und Reinsberg in Abwesenheit seines Kollegen Thomas Neernakunnel von 2. Jänner bis 4. Februar alleine betreuen.

Im Hinblick auf seine anstehende Rolle als Seelsorger für zwei Gemeinden zeigt sich Thomas Binu äußerst gelassen: „Grundsätzlich sind die Aufgaben eines Priesters überall gleich. Aber jedes Land hat seine eigene Sprache und Kultur – dem muss man sich anpassen.“ Am Anfang habe er durchaus seine Startschwierigkeiten mit dem Deutschlernen gehabt, da diese im Vergleich zu anderen europäischen Sprachen doch ziemlich schwer sei, meint der Gastpriester. Mittlerweile käme er jedoch gut zurecht, nur den Mostviertler Dialekt könne er noch nicht ganz erfassen.

Priesterkarriere in Indien, Doktoratsstudium in Rom

Auch über den beruflichen Werdegang des neuen Priesters hat die NÖN einiges erfahren. Geboren und aufgewachsen ist Thomas Binu in Indien, nicht weit von der Gemeinde des Randegger Pfarrers. Die Erziehung stand von Anfang an in christlichem Sinne, so hat er von klein auf die Botschaften Gottes durch seine Eltern und Großeltern gelehrt bekommen. Als kleiner Junge war er zudem Ministrant, was in ihm schließlich den Wunsch zum Priestertum geweckt hat. Seine Profession hat Thomas Binu bereits in Indien ausgeübt, wodurch er bereits auf 14 Jahre Amtszeit zurückblicken kann. Durch die Diözese hat er vor sechs Jahren schließlich einen Studienplatz in Rom erhalten. Er verfasst momentan seine Doktorarbeit und wird sein Studium demnächst abschließen. Seine Ausbildung fern von der Heimat bedeutet jedoch auch, dass er Familie und Freunde nur alle drei Jahre besuchen kann. Die Diözese bietet allerdings einen guten Rahmen, da sie Priester und Studenten finanziell unterstützt.

Bürger nehmen den Gastpriester bereitwillig auf

Obwohl Thomas Binu erst seit Kurzem in der Gegend ist, fühlt er sich von allen gut aufgenommen und geschätzt. Seinen ersten Gottesdienst hat er bereits am Mittwoch nach seiner Ankunft in Randegg gefeiert, am Tag darauf hielt er ein Begräbnis in Reinsberg ab. Auch die Zusammenarbeit mit dem örtlichen Kirchenpersonal funktioniert reibungslos. Dementsprechend positiv fällt das Fazit des Gastpriesters aus: „Mir gefällt es wirklich sehr gut hier.“

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