Annalena hatte es besonders eilig. Bis ins Krankenhaus hat es Mutter Kathrin Prammer nicht mehr geschafft. Rettungssanitäter wurden zu Geburtshelfern.

Erstellt am 05. März 2018 (11:33)
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Auf der ASBÖ-Dienststelle wurden kleine Geschenke ausgetauscht: Kathrin Prammer mit der kleinen Annalena und Vater Richard Sauprügl mit den beiden Sanitätern Manfred Hößl und Mathias Aigelsreiter.
Auf der ASBÖ-Dienststelle wurden kleine Geschenke ausgetauscht: Kathrin Prammer mit der kleinen Annalena und Vater Richard Sauprügl mit den beiden Sanitätern Manfred Hößl und Mathias Aigelsreiter.
Gerhard Groiss

Die kleine Annalena hatte es eilig: Am 28. Februar um 16.21 Uhr erblickte das Baby das Licht der Welt. Allerdings nicht wie erwartet im Kreißsaal des Scheibbser Krankenhauses. Bis dahin hat es Mutter, Kathrin Prammer aus Puchenstuben, nicht mehr geschafft: Nach etwa fünf Kilometern Fahrt mit dem ASBÖ Frankenfels kam das Baby bereits im Rettungswagen zur Welt.

„Meine Frau hat mich angerufen, dass es losgeht, ich bin darauf sofort von der Arbeit weggefahren und habe noch im Auto den ASBÖ verständigt“, erzählt Richard Sauprügl, der selbst mit Leib und Seele Rettungssanitäter ist. Seine Kollegen und der Notarzt waren sofort zur Stelle und wurde zu Geburtshelfern. „Es gab keine Komplikationen und alle haben super Arbeit geleistet, Kathrin war in den besten Händen“, freut sich der frisch gebackene zweifache Familienvater Richard Sauprügl. Die Mama und ihr Baby, das 48 Zentimeter groß und 3.630 Gramm schwer ist, sind kerngesund.

Dass der Papa trotz der Blitzgeburt im Rettungsauto einigermaßen entspannt blieb, ist vor allem einem außergewöhnlichen Ereignis vor zwei Wochen zu verdanken: Damals erblickte Baby Laurenz zuhause im Ersatzteillager das Licht der Welt (die NÖN berichtete). Richard Sauprügl war als als Rettungssanitäter dabei und begleitete die Geburt. „Wäre das nicht gewesen, wäre ich sicher viel nervöser gewesen“, lacht Sauprügl.