SPÖ Scheibbs erwartet sich bessere Kommunikation

Erstellt am 08. Juli 2022 | 06:34
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8405862_erl27sb_spoe_hanshuber_adiwagner_c_epli.jpg
Die NÖN traf SPÖ-Stadtrat Hans Huber (links) und SPÖ-Gemeinderat Adolf Wagner im Scheibbser SPÖ-Büro in der Hauptstraße zum Gespräch über die aktuelle politische Lage in der Bezirkshauptstadt.
Foto: Christian Eplinger
Rund um die offenen Briefe und Attacken gegen ÖVP-Bürgermeister Franz Aigner meldet sich jetzt auch die SPÖ zu Wort.
Werbung

Grundsätzlich wolle man in erster Linie für Scheibbs und seine Bürgerinnen und Bürger arbeiten und nicht politische Scharmützel ausfechten, betonen SPÖ-Fraktionsobmann Stadtrat Hans Huber und Gemeinderat Adolf Wagner bei einem Treffen mit der NÖN.

Nichtsdestotrotz könne man viele Kritikpunkte, die in diesen offenen Briefen kommen, nachvollziehen. Denn „die Kommunikation nach außen und innen ist stark verbesserungswürdig“, betont Huber. Und Adi Wagner ergänzt: „Da immer mehr Punkte im Stadtrat beschlossen und ausgemacht werden, stehen wir normalen Gemeinderäte bei vielen Themenbereichen im Regen. Hier gehört viel breiter und effektiver informiert“, fordert auch Wagner. Gerade die Themen Lehenhof, Allwetterbad und mögliche Grundtausch- oder Verkaufsgespräche hätten gezeigt, wie schnell man eine Lawine lostreten kann, weil nicht vorher ordentlich miteinander kommuniziert wird.

Beide plädieren daher durchaus auch für einen zusätzlichen Mitarbeiter, der sich rein um die Rathaus-Kommunikation kümmert. „Sarah Riegler und Bernhard Hofecker machen dies jetzt mehr oder minder nebenbei mit. Aber die beiden sind ohnehin mit Organisationsarbeiten eingedeckt, gerade in den letzten Wochen, wo neben der Abwicklung des Stadtentwicklungsprozesses auch noch die 100-Jahr-Feierlichkeiten zu planen waren“, sagt Huber.

Positiv sehen Huber und Wagner den Stadtentwicklungsprozess insgesamt. Schon bei den Grätzelgesprächen sei vieles zutage gekommen. Oft auch kleinere Probleme, die man schnell lösen konnte. „Bei größeren Themen beziehungsweise der Umsetzung der eingebrachten Ideen braucht es noch etwas Geduld, bis das Gesamtkonzept im Herbst fertig ist. Erst dann startet die Phase der Umsetzung“, weiß Huber.

Dennoch dürfe man nicht alles auf den Stadtentwicklungsprozess abschieben. „Es gibt Themen, die schon seit Jahren brach liegen, wie etwa das Platzproblem in der Volks- und Musikschule. Aber da kommt von der ÖVP recht wenig. Da würde ich mir oft das Tempo wünschen, das die ÖVP bei der Sanierung oder Errichtung von Güterwegen an den Tag legt“, stichelt Huber mit einem Augenzwinkern.

Werbung