Scheibbs: Auf Misere folgt Schulterschluss. „Ich nehme alle Verantwortung alleine auf mich“, betonte VP-Bürgermeister Franz Aigner beim letzten öffentlichen Tagesordnungspunkt der letzten Gemeinderatssitzung 2020 am Donnerstagabend. Ein Punkt, über den dann fast eineinhalb Stunden relativ sachlich diskutiert wurde – wenngleich auch mit offenen und wenig widersprochenen Schuldzuweisungen seitens der Opposition an Bürgermeister Franz Aigner.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 11. Dezember 2020 (07:09)
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In der letzten Scheibbser Gemeinderatssitzung des Jahres 2020 wurde heftig diskutiert.
Christian Eplinger

Am Ende blieb für alle die Erkenntnis: Die Übergabe der Ordination von Dr. Karl Heinrich Exinger an seine aktuelle Vertreterin Elke Müller ist kräftig in die Hose gegangen. „Es ist sehr bedauerlich, wie es gelaufen ist. Wir haben es verabsäumt, rechtzeitig die Kriegskassa zu füllen und uns auf diese Situation vorzubereiten“, gestand auch VP-Vizebürgermeister Martin Luger ein. 

In Zukunft soll dies anders verlaufen. Mit einem Schulterschluss aller Mandatare, einem genauen Plan, mit welchen Maßnahmen man die medizinische Versorgung in Scheibbs sicherstellen will, und einem Verhandlungsteam für die Zukunft, in dem alle Fraktionen eingebunden sind.

Denn auch das kam in der Sitzung nochmals deutlich zum Ausdruck. Viele Mandatare von allen Fraktionen erfuhren erst aus den NÖN-Berichten, was in Bezug auf Arztnachfolge in Scheibbs überhaupt läuft. „Das ist leider kein Einzelfall in Scheibbs. Die Opposition wird erst dann eingebunden, wenn es schief gelaufen wird. Zum Fehler-Ausbessern sind wir gut genug. Warum redet man nicht vorher mit uns“, kritisierte SP-Stadtrat Hans Huber.

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In der letzten Scheibbser Gemeinderatssitzung des Jahres 2020 wurde heftig diskutiert.
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VP-Bürgermeister Franz Aigner versprach Besserung und hielt abschließend fest: „Wir brauchen schnell einen Doktor.“

Die besten Zitate aus der über eineinhalbstündigen Diskussion gibts in der nächsten Print-Ausgabe der Erlauftaler NÖN zu lesen.