Zubau läuft noch nach Plan in Wieselburg-Land. Bei den Vergaben für den Kindergarten Mühling können die Schätzkosten wohl eingehalten bleiben.

Von Anna Faltner. Erstellt am 29. Juli 2021 (05:13)
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Bei den Vergaben für den Kindergarten waren sich die Mandatare einig.
Faltner, Faltner

Fast pünktlich war der Gemeinderat Wieselburg-Land am Donnerstagabend beschlussfähig – und das trotz Urlaubszeit. Einige Vergaben für den Kindergarten Mühling machten die Sitzung im Sommer nämlich notwendig. Eine kleine Premiere gab es auch: Gerhard Groiß saß zum ersten Mal als Amtsleiter an der rechten Seite von Bürgermeister Karl Gerstl (ÖVP). „Wenn er das genauso gut macht wie die Vorstandssitzung, dann kommen wir bald ins Wirtshaus“, scherzte Gerstl und behielt damit auch recht.

„Uns war wichtig, dass wir diese Vergaben jetzt machen, weil wir uns schon Gedanken darüber gemacht haben, ob es auch bei uns zu Materialengpässen kommt“ Karl Gerstl, Bürgermeister Wieselburg-Land

Die Auftragsvergaben für den Um- und Zubau standen gleich unter Punkt vier der Tagesordnung an. Für die Einfriedung der Fundamente und Gartenmäuer sowie für die Lichtschächte wird die Firma Stöger Bau beauftragt. Kosten: 28.000 Euro.

Die Tischlerarbeiten samt Innentüren werden an die Firma Holzbau Winkler um 38.666 Euro vergeben, genauso wie die Untersicht beim Nebengebäude (9.800 Euro). Sicherheitsgläser werden bei der Firma Unger (5.888 Euro) in Auftrag gegeben, die Schmutzmappen kommen von der Firma Scheibal (8.600 Euro). Für die Schließanlage investiert die Gemeinde weitere 862 Euro (Firma Sitec) und für den zwei Meter hohen Zaun belaufen sich die Kosten auf rund 28.000 Euro.

„Uns war wichtig, dass wir diese Vergaben jetzt machen, weil wir uns schon Gedanken darüber gemacht haben, ob es auch bei uns zu Materialengpässen kommt“, sagte der Ortschef nach den einstimmigen Beschlüssen. Momentan laufe aber alles nach Plan, bis Ende September sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. „Unser Architekt ist auch optimistisch, dass wir die Schätzkosten von 1,6 Millionen Euro einhalten werden“, informierte Gerstl.

„Das Feuerwehrhaus hat uns genug gekostet. Da will und kann ich nicht wieder ein Drittel bezahlen“ Karl Gerstl

Eine kleine Diskussion erforderte dann Punkt 14: ein Grundsatzbeschluss für einen Kostenbeitrag zum Ankauf eines HLF 2 für die Feuerwehr. Um die 500.000 Euro soll das Gefährt kosten. „Das Feuerwehrhaus hat uns genug gekostet. Da will und kann ich nicht wieder ein Drittel bezahlen“, erklärte der Ortschef.

Er schlug eine 60:40-Finanzierung mit der Stadtgemeinde vor, da diese ja auch über mehr Einwohner verfügt. Dieser Vorschlag wurde mit einer Stimmenthaltung beschlossen. Thomas Matuska (SPÖ) sprach sich für den Kostenbeitrag, aber gegen die 60:40-Aufteilung aus. „Sie haben zwar mehr Einwohner. Aber wir haben mehr Straßen, auf denen etwas passiert“, meinte er.