„Blauer“ Kampf um neue Stimmen in Gaming

Gaminger Blaue wollen mehr Zusammenarbeit und die SPÖ-Herrschaft brechen.

Claudia Christ
Claudia Christ Erstellt am 04. Dezember 2019 | 15:03
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Gemeinderatswahl - „Blauer“ Kampf um neue Stimmen in Gaming
Karl Muckenhuber ist seit 20 Jahren für die FPÖ im Gaminger Gemeinderat.  Foto: Claudia Christ
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Die Hoffnung lebt. Ganz nach diesem Motto treten die Freiheitlichen in Gaming zur Gemeinderatswahl im Jänner an. Bereits im Jahr 2015 versuchten sie mit Spitzenkandidat Karl Muckenhuber einen Zugewinn, erreichten mit 267 Stimmen zwei Mandate im Gemeinderat. Nun zeigt sich das Team wieder kämpferisch. „Mit zwölf Kandidaten auf der Liste sind wir diesmal besonders gut aufgestellt“, informiert Listenerster Muckenhuber.

Dahinter folgen Reinhard Teufel, Bernhard Fidler und Hermann Bieber. „Mit dem 25-jährigen Bernhard Fidler haben wir diesmal auch ein Angebot für die jungen Wähler“, so der 60-jährige Muckenhuber, der zugibt, dass Öffentlichkeitsarbeit nicht so seine Sache ist. „Ich geb‘ zu, das ist ein Manko, aber ich bin schon 20 Jahre im Gemeinderat, wenn mich die Gaminger jetzt noch nicht kennen, dann weiß ich es auch nicht.“

„Es gibt einfach kein Miteinander“

Als größtes Problem im Gemeinderat sieht der Spitzenkandidat die Zusammenarbeit mit der SPÖ. „Es gibt einfach kein Miteinander. Es werden parteipolitische Entscheidungen gefällt, ohne die Interessen der Bevölkerung zu berücksichtigen“, ärgert er sich. Und nennt als Beispiel den erst kürzlich errichteten Zebrastreifen beim Sparmarkt.

„Diesen Vorschlag haben wir schon vor fünf Jahren zur Sprache gebracht. Unsere Ideen werden – wenn überhaupt – nur sehr schleppend aufgegriffen, die Umsetzung zieht sich dann immens in die Länge.“ Hier werde systematisch Parteipolitik betrieben, eine Zusammenarbeit werde von der Bürgermeisterin unterbunden. „So konnten wir nicht einmal eine bezahlte Anzeige wegen einer Sprechstunde von unserem Landtagsabgeordneten Reinhard Teufel in der Gemeindezeitung schalten“, sagt er.

Zudem übt Muckenhuber Kritik an der, seiner Ansicht nach, der SPÖ geschuldeten finanziellen Lage der Gemeinde: „Wir können aufgrund unseres Schuldenstandes sowieso nur die notwendigsten Projekte verwirklichen.“

Laufen muss das Team, „Chef“ ist im Urlaub

Damit der Plan aufgeht, und die FPÖ drei Mandate erreicht, müssen bis zum Wahltermin noch viele Türklinken geputzt werden. Das wird überwiegend vom FPÖ-Team übernommen, da Muckenhuber im Jänner in einem seit langem gebuchten Urlaub weilt.