Elefantenrunde der Kandidaten in Gaming. Bürgermeisterin Renate Gruber, Peter Bruckner und Reinhard Teufel stellten sich Fragen zu aktuellen Gemeindethemen.

Von Claudia Christ. Erstellt am 19. Januar 2020 (03:45)
Moderatorin Manuela Doppler befragte die Wahlkandidaten eine Stunde lang zu aktuellen Themen in der Gemeinde Gaming.
Claudia Christ

Nach dem Vorbild der großen TV-Duelle lud das Bhw gemeinsam mit dem katholischen Bildungswerk am Samstag in den Pfarrsaal zur Gaminger Elefantenrunde. Am runden Tisch: SP-Bürgermeisterin Renate Gruber, VP-Ortsparteiobmann Peter Bruckner und der freiheitliche Landtagsabgeordnete Reinhard Teufel, der für den abwesenden Spitzenkandidaten Karl Muckenhuber in die Bresche sprang.

Die Spitzenkandidaten standen der Moderatorin Manuela Doppler vor den zahlreichen Besuchern für Antworten parat. Dabei kamen Themen wie das geplante Feuerwehrhaus in Lackenhof, die Finanzlage der Gemeinde sowie Tourismus, Wirtschaftsbetriebe und Zukunftsvisionen aufs Tableau.

Feuerwehrhaus. Zu groß dimensioniert erscheint Peter Bruckner das geplante Feuerwehrhaus in Lackenhof. „Ich tu‘ mir mit dem Ausmaß etwas schwer, denn dadurch fallen auch rund 70 Parkplätze weg.“ Die Bürgermeisterin erklärt: „Das Gesamtprojekt mit 2,2 Millionen ist nicht zu groß dimensioniert, denn derzeit gibt es dort weder Sanitäranlagen noch Heizung und die FF-Kameraden müssen sich neben den Fahrzeugen umziehen.“

Tourismus: Die Abwanderung stoppen, neue Infrastruktur und den Tourismus vorantreiben. Dafür will sich vor allem Reinhard Teufel stark machen. Ihm schwebt hier konkret ein 300-Betten-Hotel in Lackenhof vor. Dass es mehr Beherbergungsbetriebe und eine starke Gastronomie braucht, ist auch Peter Bruckner und Renate Gruber klar: „Alles schön und gut“, betont die Bürgermeisterin, „aber wir alle wissen ja, dass es nicht ganz einfach ist, für solche Projekte Investoren zu finden“. In die Bresche gesprungen ist die ÖVP beim fehlenden Bustransport für die Schulskikursteilnehmer vom Hotel zum Lift. „Die Kosten haben wir jetzt mal für drei Wochen übernommen, denn sonst würden die Kinder nicht zur Piste kommen“, so Bruckner. Gruber will hier für nächstes Jahr ein umfassendes Konzept vorlegen, damit der Transport für die Schulskikursteilnehmer gesichert ist.

Wirtschaftsbetriebe . Allen Kandidaten ist klar, dass es wichtig ist, die Kaufkraft im Ort zu halten. „Wir haben eine Vielzahl an Geschäften und auch in Lackenhof ist mit dem Nah&Frisch Selinger und dem Hofladen Pöllinger die Nahversorgung gesichert“, stellt Gruber klar.

Kinder und Schulen . Teufel kritisierte, dass in der Gemeinde nicht genug für Kinder getan wird und Spielplätze fehlen. „Besonders bei den Bildungseinrichtungen sind wir gut aufgestellt. Unsere Schulen und Kindergärten sind top ausgestattet“, kontert Gruber.

Zukunftsvisionen: Umweltschutz, die Sicherung der Wasserversorgung, schnelles Internet und der Ausbau des 5G-Netzes sind nur einige Dinge, die Renate Gruber in den kommenden Jahren umsetzen will. Peter Bruckner will dabei gemeinsame Wege finden und wünscht sich mehr Information und Mitspracherecht. „Ich bin schon glücklich, wenn das was versprochen wird, auch umgesetzt wird“, betont Reinhard Teufel.