Quo vadis Gresten? Die Kandidaten im Interview.

Von Red. Erlauftal. Erstellt am 23. Januar 2020 (05:36)
Von llinks: Harald Gnadenberger, Markus Weinmesser und Daniel Windgruber
Werner Jäger/ÖVP Gresten/Faltner

Warum engagieren Sie sich politisch für die Marktgemeinde Gresten?

Harald Gnadenberger: Ich bin dankbar, in so einem tollen Ort aufgewachsen zu sein und hier leben zu dürfen. Damit Gresten auch für zukünftige Generationen lebenswert bleibt und sich positiv weiterentwickelt, möchte ich meinen Beitrag leisten.

Markus Weinmesser: Ich will mich für Gresten engagieren, um die Gemeinde für die Zukunft zu gestalten. Ich bin keiner, der zusieht und nörgelt, sondern der anpackt, wenn etwas nicht passt. Ich bin mit Herzen ÖVP-ler, aber Politik hat in der Gemeinde nichts verloren.

Daniel Windgruber: Ich bin hier aufgewachsen, Gresten und die Menschen, die hier leben, liegen mir am Herzen. Mittlerweile habe ich meine eigene Familie und möchte sicherstellen, dass meine Kinder in Gresten genau so eine schöne Kindheit verbringen dürfen wie ich damals.

Wo herrscht Handlungsbedarf? Welche Projekte müssen unbedingt in Angriff genommen werden?

Harald Gnadenberger: Das Land NÖ hat die von uns geplante Sanierung des Kindergartens zurückgestellt. Daher ist ein Neubau eine realistische Variante. Kinderkrippe und Nachmittagsbetreuung könnte so auch abgedeckt werden. Damit würden wir auch die Jungfamilien bestmöglich entlasten.

Markus Weinmesser: Notwendige Projekte werden nun teilweise endlich angefangen. Den notwendigen Schwerpunkt sehe ich beim Kindergarten, der mit dem Landkindesgarten fusioniert gehört. Danach kommt das Thema Schule – Adaptierung zur Musikschule, Brandschutzmaßnahmen und Barrierefreiheit müssen ganz oben stehen. Die Sanierung der Wasserleitung und der Breitbandausbau.

Daniel Windgruber: Ich sehe großen Handlungsbedarf bei unserem örtlichen Kindergarten, das Gebäude ist veraltet und einfach nicht mehr zeitgemäß. Außerdem braucht es ein Altstoffsammelzentrum bei uns in Gresten, sodass jeder seinen Sperrmüll zeitnah entsorgen kann und auch dem „Mülltourismus“ Einhalt geboten und der Kriminalität diesbezüglich vorgebeugt wird.

Wenn Sie 20 Jahre vorausdenken, wie sieht es in Gresten aus? Was hat sich verändert?

Harald Gnadenberger: Die Marktgemeinde hat sich durch die Wohnungs- und Hausbau-Offensive in eine Zuzugsgemeinde entwickelt. Im Ortskern, in den Geschäften und Wirtshäusern herrscht reger Betrieb. Viele Bürger arbeiten im Ort und erfreuen sich am bunten Veranstaltungsangebot. Die Wohnqualität ist dank der funktionierenden Infrastruktur top. Diese Qualität müssen wir erhalten.

Markus Weinmesser: Genauso lebenswert wie heute. Jedoch vereint und modern gestaltet und verwaltet. Eben einfacher!

Daniel Windgruber: Die Lebensqualität in unserer schönen Ortschaft soll aufrecht erhalten und gesteigert werden. Jeder Bürger soll stolz auf sein Gresten sein und sich damit identifizieren können.

Was braucht die Gemeinde, um für alle Generationen attraktiv zu sein?

Harald Gnadenberger: Eine funktionierende Infrastruktur als Basis. Einen Bürgermeister mit Kenntnis der kommunalen Zusammenhänge, einen der zuhört und sich um die Bürger kümmert. Ein ehrliches Miteinander und Hausverstand im Umgang mit Herausforderungen.

Markus Weinmesser: Einen modernen Kindergarten und eine sichere und den Notwendigkeiten angepasste Schule. Die Möglichkeit für betreubares Wohnen im Kerngebiet von Gresten und ausreichend leistbare Baugründe und Wohnungen.

Daniel Windgruber: Um Gresten für alle Generationen attraktiv zu machen, müssen Tourismus und Vereine gefördert werden, sodass es mehr Veranstaltungen und Freizeitangebote für Jung und Alt in Gresten gibt.

Stichwort Gemeindezusammenlegung. Ja oder Nein? Warum?

Harald Gnadenberger: Ohne konkrete Daten und Fakten kann es keine seriöse Entscheidung geben. Eine „Win-win“-Situation für beide Gemeinden ist Grundvoraussetzung. Die Entwicklung der Marktgemeinde und des Ortszentrums darf darunter nicht leiden. Wir handeln zum Wohle der Gemeinde und deren Bürgern – frei von parteipolitischen Motiven.

Markus Weinmesser: Ja, auf jeden Fall. Wir werden, wenn nötig, der SPÖ die angeforderten Zahlen und Fakten liefern. Dann müssen sie ihr politisches Interesse hinter das Gemeindewohl stellen. Die Gemeinden ersparen sich circa 100.000 Euro pro Jahr an Gehältern an Bürgermeister, Vizebürgermeister und Gemeinderäte. Das sind in zehn Jahren eine Million Euro, die sinnvoller investiert werden können.

Daniel Windgruber: Beim Thema Gemeindezusammenlegung bin ich für direkte Demokratie. Es braucht eine Bürgerbefragung, der dann auch Folge geleistet wird. Meine persönliche Meinung zu dem Thema werde ich hier nicht kund tun, jeder soll sich sein eigenes Bild machen und dann darüber abstimmen.