Sturmlechner: „Es gab großen Widerstand“. Franz Sturmlechner war ab 1975 im Oberndorfer Gemeinderat. Wir sprachen mit ihm über die Gemeindezusammenlegungen vor 50 Jahren.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 21. April 2021 (05:15)
Der ehemalige Oberndorfer Bürgermeister Franz Sturmlechner erinnert sich an die Gemeindezusammenlegung zurück.
Rötzer, Rötzer

NÖN: Erinnern Sie sich noch an die Gemeindezusammenlegungen vor 50 Jahren?

Franz Sturmlechner: Ich war erst ab 1975 im Gemeinderat, aber ich habe mir einmal die Sitzungsprotokolle von damals angeschaut. Es hat großen Protest gegeben. Die kleinen Gemeinden haben befürchtet, dass sie nach der Zusammenlegung finanziell benachteiligt werden könnten.

Wie lang hat der Widerstand gedauert?

Es war bald vorbei. Die Menschen haben eingesehen, dass ihre Befürchtungen grundlos waren. Denn die Gemeinde hat immer darauf geachtet, bei der Verteilung der Finanzen und auch bei der Besetzung des Gemeinderats fair zu sein und alle einzubeziehen. Und das ist bis heute so.

Gibt es noch Überbleibsel aus der Zeit vor der Zusammenlegung?

Es ist wohl niemandem bewusst, aber man schaut auch heute noch, dass die Anzahl der Gemeinderäte fair nach Katastralgemeinden aufgeteilt ist. Aber dass das einmal selbstständige Gemeinden mit einem eigenen Gemeinderat waren, daran denkt heute keiner mehr. Alle sind Oberndorfer.