Unterschriftenaktion in Purgstall: „Das Wäldchen soll bleiben“

Erstellt am 30. November 2022 | 04:07
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8539048_erl48pgs_unterschriftensammlung_3.jpg
Der Grünstreifen samt Wiese, vom Lagerhaus kommend gesehen. Im Zuge der Siedlungsentwicklung wird das Gebiet anschließend an die Schlosssiedlung bis zum Fernheizwerk in Bauland umgewidmet.
Foto: Karin Katona
Anrainer protestieren gegen Umwidmung eines Grünstreifens in Bauland.
Werbung

Zum Unterzeichnen einer Online-Petition ruft derzeit die Bürgerinitiative „Wald bewahren Purgstall“ auf. Ziel der Unterschriftenaktion ist die Erhaltung eines Grünbereichs direkt anschließend an die Schlosssiedlung. Das Ortsgebiet zwischen Schlosssiedlung und Fernheizwerk ist laut Flächenwidmungs-Entwicklungsplan für die baldige Widmung in Bauland vorgesehen. Die Bürgerinitiative, deren Initiatoren namentlich nicht genannt werden wollen, weist auf die ökologische Bedeutung der unbebauten, etwa 4.000 m² großen Fläche hin. Weiters heißt es in der Petition: „Besonders Familien von bestehenden oder geplanten Wohnhausanlagen ohne eigene Gärten profitieren.“ Die Gemeinde, der das Grundstück gehört, wird aufgefordert, statt der Umwidmung die Bebauung zentrumsnaher Baulücken zu forcieren.

Für Architekt Walter Brandhofer, Vorsitzender des Gemeinderats-Ausschusses für Raumplanung und Ortskernentwicklung, ist die Widmung von Baugründen im Anschluss an die Schlosssiedlung ein logischer Schritt in der Siedlungsentwicklung der Gemeinde: „Laut Raumordnung ist das Gebiet westlich der LB25 als wertvoller zu betrachten.“ Bei den

Die Initiatoren der Bürgerinitiative sprechen sich auf Anfrage der NÖN strikt gegen die Abholzung des Grüngebiets aus: "Ein Gutachten bestätigt die bedeutsame Wirkung dieses Waldes für das lokale Kleinklima. Es besteht daher ein hohes öffentliches Interesse an der Erhaltung des Waldes. Kleinklimatisch wertvolle Flächen in Randlage zu opfern ist in Zeiten wie diesen kontraproduktiv, vorgestrig und somit strikt abzulehnen."

Werbung