Diplomarbeit für Heimatpfarre von gebürtiger Wieselburgerin

Erstellt am 03. März 2022 | 06:25
Lesezeit: 4 Min
Das geplante Pfarrzentrum am Kirchenberg war Gegenstand der Diplomarbeit der gebürtigen Wieselburgerin Miriam Eibensteiner.
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Der NÖN-Artikel „Neues Pfarrzentrum für viele Zwecke“, wo die Idee für ein neues Pfarrzentrum mit kulturellen Zwecken beschrieben und vorgestellt wurde, hat seinerzeit Miriam Eibensteiners Interesse geweckt. „Mir war sofort klar, diesem Thema will ich meine Diplomarbeit widmen und einen Entwurf erarbeiten“, erinnert sich die in Wieselburg aufgewachsene Architekturstudentin an der TU Wien.

Für diese Entwurfsarbeit brachte sie die besten Voraussetzungen mit: Bereits in der Vergangenheit hatte sie des Öfteren schon mit Gemeinden zusammen Konzepte erarbeitet. Eine realitätsbezogene Entwurfsarbeit war der angehenden Architektin daher auch für ihre Abschlussarbeit ein Anliegen. Dazu kam ihr persönlicher Bezug zur Pfarre: „Ich bin in Wieselburg geboren und aufgewachsen. Der Kirchenberg mit der Kirche, der alte Pfarrhof und die Umgebung sind mir sehr vertraut. Ich bin zu meinen Wurzeln zurückgekehrt.“

Für die Pfarre als auch für die Stadtgemeinde würde sie sich wünschen, dass hier ein neuer Treffpunkt entstehen kann und der Kirchenberg wieder einen Mittelpunkt in der Stadt darstellt. Denn das hat auch ihre historische Recherche gezeigt: Der Kirchenberg war einst Zentrum in Wieselburg. Davon sei heute fast nichts mehr spürbar. „Mit meiner Arbeit und meinen Plänen habe ich versucht, einen möglichen Lösungsansatz zu finden und das Potenzial des Kirchenberges und der Bauaufgabe aufzuzeigen. Wichtig war mir auch die Einbindung des alten Pfarrhofes und die Erstellung eines Gesamtkonzeptes für Pfarre und Gemeinde, um so den Ort wieder erlebbar zu gestalten.“

Die Arbeit soll ein Diskussionsbeitrag für den tatsächlichen Entwurfsprozess sein. Den Plan eins zu eins zu übernehmen, wird trotz all dieser Bemühungen nicht möglich sein. Aufgrund der archäologischen Gegebenheiten und Regelungen des Denkmalschutzes sind strikte Vorgaben einzuhalten, die ein so allumfassendes Projekt erschweren, weiß Andreas Seifert vom Wieselburger Pfarrgemeinderat. Hinzu kommt die finanzielle Komponente, die sowohl beim Bau als auch im Hinblick auf den künftigen laufenden Betrieb zu berücksichtigen ist.

Das weiß auch Eibensteiner: „Mir ist bewusst, dass die Chance auf eine Umsetzung eher gering ist, aber ich würde mich freuen, wenn zumindest einzelne Ideen genutzt und Teile der Arbeit realisiert würden.“

„Einzelne Elemente herausfiltern“

„Es ist ein großartiges Projekt. Miriam Eibensteiner hat in ihrer Diplomarbeit einen kreativen und im Stadtleben integrativen Ansatz gewählt, aus dem einige Maßnahmen umsetzbar sind. Interessant für die Stadt ist vor allem die Durchwegung des Kirchenplatzes. Damit könnte man auch den Schulweg sicherer machen. “

josef leitner

Bürgermeister der Stadt Wieselburg

„Ich freue mich, dass Frau Eibensteiner sich für dieses Thema interessiert und ein solch tolles Projekt gemacht hat. Da es aber ein freier Entwurf ist, kann man vieles davon leider nicht übernehmen, weil zum Beispiel die Gebäude zu hoch sind. Jedoch freuen wir uns über alle Ideen, unseren Pfarrhof zu erneuern, denn sehr oft kann man einzelne Elemente herausfiltern. Trotz allem sind für die endgültige Planung unsere Architekten zuständig.“

Daniel Kostrzycki

Pfarrer der Pfarre Wieselburg

„Mit dem Beginn meines Mitwirkens im Pfarrgemeinderat vor fünf Jahren war mein Hauptanliegen, ein neues Pfarrzentrum Wirklichkeit werden zu lassen und meine Energie dafür einzusetzen. Durch verschiedene Umstände konnte dies leider noch nicht ganz erreicht werden. Ich bin mir aber sicher, dass für den Entstehungs- bzw. Änderungsprozess des neuen Pfarrzentrums und des Kirchenberges viel Gutes aus der Diplomarbeit entnommen werden kann. Diese Arbeit kann die Planung erleichtern, sodass das ganze Projekt endlich Formen annehmen wird.“

Andreas seifert

stellvertretender Pfarrgemeinderatsobmann der Pfarre Wieselburg

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