Geburtstagsparty in Wieselburg endete mit Verletzten. Im Suff gingen bei Party Gemüter hoch, bei Rauferei verletzte 22-Jähriger drei Menschen. Urteil: 15 Monate bedingt.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 06. September 2016 (05:00)
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Alkohol floss reichlich bei einer Geburtstagsfeier heuer im Februar in Wieselburg. Nach einer hitzigen Diskussion unter den Gästen flogen dann Fäuste. Ein 22-Jähriger soll dabei massiv ausgerastet sein. Im Prozess am Landesgericht St. Pölten gesteht der junge Mann nur teilweise.

„Ich war auf der Toilette, als ich zurückgekommen bin, war auf der Stiege Blut. Alle waren durcheinander, es war ein Chaos“, erzählt eine Zeugin. „Einer hatte eine Schnittwunde an der Hand und ich habe gesehen, dass der Angeklagte zugeschlagen hat, er hat gezielt ausgeholt“, sagt ein anderer.

15 Monate bedingt und Schmerzensgeld

Für den Richter steht nach umfangreichem Verfahren fest: „Der Angeklagte hat einen Mann gegen einen Tisch gestoßen, dabei sind Gläser zerbrochen. Das Opfer ist gestürzt, hat dabei auf eine Scherbe gegriffen und sich geschnitten. Einem anderen hat er einen Faustschlag verpasst, dieses Opfer trug eine Rissquetschwunde an der Lippe davon“, erklärt er.

Und setzt fort: „Eine Frau hat der Angeklagte am Hals erfasst, zusammengedrückt und sie dann weggestoßen. Sie erlitt eine Schädel-, Kiefer- und Schulterprellung sowie einen Bändereinriss im Kniebereich.“

Weil der Angeklagte unbescholten ist, kommt er mit einer Bewährungsstrafe davon. Der Richter verhängt über ihn wegen Körperverletzung und schwerer Körperverletzung 15 Monate bedingt. 6.500 Euro Schmerzensgeld muss der 22-Jährige an die Opfer berappen. Das Urteil ist rechtskräftig.