Wege aus der Krise für Gaminger Bäder. Ausschussmitglieder zeigen Pläne für defizitäre Bäder in Gaming auf.

Von Claudia Christ. Erstellt am 28. März 2019 (04:30)
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Noch befindet sich das Ötscherlandbad in Gaming im Winterschlaf. Neue Maßnahmen sollen jedoch künftig mehr Gäste in das idyllisch gelegene Freibad locken.
Claudia Christ

Mit etwas mehr als 25.000 Besuchern und 55.000 Euro Umsatz pro Jahr ist beim Hallenbad und Freibad in Gaming noch Luft nach oben. Jährlich wird hier aufgrund der geringen Besucherzahlen ein Defizit von 200.000 Euro verbucht.

Das soll sich jedoch künftig ändern. Denn die Mitglieder des Wirtschafts- und Sportausschusses haben bei der vergangenen Gemeinderatssitzung Lösungsvorschläge und Sparpotenziale aufgezeigt. „Wir haben eigentlich das schönste Freibad im Bezirk, nur weiß es leider keiner“, stellte Obmann Peter Bruckner fest.

Transparente bei den Ortseinfahrten, mehr Präsenz auf der Gemeindehomepage, Rabattgutscheine für Hotelgäste sowie eine jährliche Auftaktveranstaltung, das alles soll künftig dafür sorgen, mehr Besucher anzulocken. Auch einen neuen Namen soll das Freibad laut Bruckner erhalten: „Ötscherlandbad ist einfach nicht aussagekräftig genug.“

Zusätzlich sehen die Ausschussmitglieder Potenzial bei den Zielgruppen Familie, Senioren und Studenten. Mit der 68 Meter langen Wasserrutsche, dem Kinderbecken und den Sprungbrettern sowie zahlreichen Zusatzangeboten wie dem Beachvolleyballplatz, der Minigolfanlage und den Tischtennismöglichkeiten sind gute Grundvoraussetzungen bereits geschaffen – und das zum kleinen Preis. „Denn im Vergleich zu anderen Bädern in der Region liegen wir hier am untersten Ende“, sagt Bruckner. Eine geringe Preisanpassung könnte hier ebenso wie eine freiwillige Bademeistergruppe, nach dem Vorbild des Hallenbades Oberndorf, in beiden Bädern Wesentliches zur Personalkostenreduzierung beitragen.

Vermarktung mit den Ybbstaler Alpen

Um auch bei der touristischen Vermarktung mit den beiden Bädern in der Region integriert zu sein, wurde dem Gemeinderat im Zuge der Sitzung der Beitritt mit dem Frei- und Hallenbad zum Verein Ybbstaler Alpen vorgelegt. „Dieser Beschluss gilt rückwirkend ab 1. Jänner 2019. Die Mitgliedsbeitragshöhe für unsere Gemeinde beträgt 750 Euro pro Jahr“, betonte die Bürgermeisterin. Der Gemeinderat stimmte einstimmig für den Antrag.