Auswilderungsprojekt: Mehr Mäuse, mehr Käuze. 45 junge Habichtskäuze – so viele wie noch nie zuvor – wurden in der Freilassungssaison 2016 ausgewildert, 13 davon im Wildnisgebiet Dürrenstein.

Von Karin Katona. Erstellt am 16. September 2016 (05:00)
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Die Habichtskauz-Population im Wildnisgebiet Dürrenstein ist durch die Auswilderungen von Jungkäuzen im heurigen Sommer um 13 Tiere angewachsen. „Sieben Tiere sind mit GPS-Sendern ausgestattet und senden brav, es geht ihnen also gut“, weiß Wildnisgebiet-Geschäftsführer Christoph Leditznig.

Etwa 15 besetzte Reviere gebe es im Moment in der Region, für das nächste Jahr stünden die Prognosen gut. „Im vergangenen Jahr mussten einige Habichtskauz-Pärchen ihre Bruten wegen Futtermangels abbrechen, doch heuer tragen die Buchen besonders viele Bucheckern.“ Diese, erklärt Leditznig, seien wiederum die Hauptnahrung der Mäuse, der Hauptbeutetiere der Käuze. „Aber auch die Wetter- und Schneeverhältnisse des kommenden Winters sind noch entscheidend für die Maus-Population“, ergänzt Leditznig.

Von 45 Habichtskäuzen des Wiederansiedlungsprojekts wurden übrigens Blutproben entnommen. Die Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien haben das Blutbild der Vögel analysiert und so wichtige Referenzwerte gewonnen. Damit lässt sich in Zukunft leichter feststellen, wie gesund oder geschwächt einzelne, im Freiland gefundene Habichtskäuze sind.