Breitbandausbau: Baustart erfolgt im Juli

Großer Infotag über die bevorstehenden Bauphasen für das Glasfasernetz in der Gemeinde Göstling. Bis Ende des Jahres soll ein Großteil der Haushalte am Netz sein.

Johannes Reiterits Erstellt am 10. Juni 2018 | 05:00
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Hoch interessiert drängten sich die Göstlinger am vergangenen Mittwoch um die Infostände, um mehr über den baldigen Anschluss ans Glasfasernetz zu erfahren.
Foto: Johannes Reiterits

Seitdem mehr als 40 Prozent der Göstlinger Haushalte sich erstmals für die Idee des glasfaserschnellen Internets begeistern konnten, ist einige Zeit vergangen. Die damalige Infoveranstaltung, bei der das Projekt der Bevölkerung vorgestellt wurde, war bereits im Herbst 2016. Bis zur darauffolgenden Jahreswende konnten weit mehr als die nötigen Unterschriften gesammelt werden. Seitdem hieß es warten. Nun soll der baldige Anschluss ans derzeit schnellste Netz der Welt erfolgen.

Vergangenen Mittwoch lud die Gemeinde die Bevölkerung zu einem großen Infotag über die weiteren Schritte ins PfarrKulturHaus ein. „Göstling ist schon Feuer und Flamme für das Glasfasernetz – endlich ist es nun soweit“, freute sich Vizebürgermeister Hermann Strobl. An verschiedenen Infotischen präsentierten die zukünftigen Internetanbieter ihre Tarife und die Möglichkeiten, die mit dem neuen Internet einhergehen. Gedränge herrschte auch bei den Tischen der Firma IKW, die mit der Planung des Ausbaus beauftragt worden war, und der Baufirma Hasenöhrl.

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Groß und Klein staunte nicht schlecht über die Möglichkeiten eines vernetzten Zuhauses.
Johannes Reiterits

Konkret soll der Bau der Leitung in zwei Bauabschnitten abgeschlossen werden. Der erste Abschnitt umfasst den Ortskern und die Siedlungsgebiete und soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Laut Karl Freihofer von der Firma IKW führt die Strecke vom Ortskern von St. Georgen am Reith über die B25 in das Gebiet Oberkogelsbach bis zur Kreuzung ins Steinbachtal und das Gebiet im Steinbachtal selbst.

Des Weiteren ist der Ortskern von Göstling bei dieser Phase dabei, wo ein großer Verteilerkasten bereits steht. Die sehr ehrgeizig geplante Bauphase eins sieht sogar eine Verlegung des Kabels bis in den Ortsteil Lassing vor. Dabei zweigt man mit dem Kabel auf die meisten Siedlungen und Ortsteile von Göstling links und rechts der Bundesstraße ab. Interessant wird, ob sich auch eine Verlegung auf der Hochkarstraße bis zur Talstation auf dem Berg ausgeht. „Dies ist natürlich vom Wetter im Herbst abhängig“, betont Freihofer.

Der Bauabschnitt zwei im Jahr 2019 umfasst die restlichen Gebiete Göstlings – das Hochreith und die Gebiete entlang der B25 nach der Kreuzung Steinbachtal Richtung Lunz bis in den Ortsteil Stiegengraben und die Haushalte, welche weiter von Siedlungen und Ortsteilen entfernt sind.

Im Spätsommer läuft Bau auf Hochtouren

Göstling ist nach Waidhofen und Ybbsitz die dritte Gemeinde, in der die Bauarbeiten für das Breitbandnetz beginnen. „Mitte Juni werden wir die Vorbereitungsbegehungen tätigen. Drei bis vier Wochen später beginnen wir dann mit den ersten Grabungsarbeiten. Anfangs stationieren wir zwei Bautrupps in Göstling, in der Hochphase des Baus, die im Spätsommer sein wird, werden bis zu zehn Bautrupps bestehend aus 30 bis 40 Mann den Ausbau voranbringen“, erklärt Manuel Hochleitner von der Baufirma Hasenöhrl.

Diese verlegt die Leitungen bis zur Grundstücksgrenze. Spätestens zwei Wochen davor wird jeder einzelne Haushalt kontaktiert. Wer will, kann die Baufirma Hasenöhrl beauftragen, eine Verbindung des Kabels zwischen Grundstücksgrenze und Wohngebäude herzustellen.

Digitour-Bus des Landes gibt kleinen Ausblick

Einen kleinen Vorgeschmack auf das Leben mit Hochgeschwindigkeits-Internet konnten die Göstlinger schon jetzt bekommen. Mit im Gepäck war bei der Veranstaltung der „Digitalisierungsbus“ des Landes Niederösterreichs. Hier wurde, unter anderem mithilfe von 3-D Drucker, Handyappsteuerung „Smart Home“ und interagierendem Roboter, die Welt von Morgen im Zeichen der schnellen Verbindungen präsentiert. Die Tour im Bus gab interessante Einblicke in bereits vorhandene Technologien und einen Ausblick, was eine „Vernetzte Welt“ in Zukunft noch alles bringen kann.