Erster Schritt zur „neuen“ Hochkar-Hochalpenstraße. Sanierung der Hochkar-Hochalpenstraße startet am 18. Mai. Zeitweise Sperre ist notwendig.

Von Claudia Christ. Erstellt am 13. Mai 2020 (18:22)
Die Anrainer wurden am Freitag im Göstlinger PfarrKulturHaus über den Start der Sanierungsarbeiten an der Hochkar-Hochalpenstraße informiert.
Claudia Christ

Für viele Anrainer kam die Ankündigung, dass mit der Sanierung der Hochkarstraße bereits am 18. Mai gestartet werde, bei der am Freitag anberaumten Infoveranstaltung überraschend.

Gert Kratzer von der NÖ Straßenbauabteilung präsentierte gemeinsam mit VP-Bürgermeister Friedrich Fahrnberger sowie weiteren Vertretern der NÖ Baudirektion sowie der ausführenden Firma Traunfellner den ambitionierten Zeitplan für das Großprojekt. „Die Straße soll innerhalb der nächsten fünf Jahre saniert werden, heuer werden wir den ersten Teil von der Lichtenreith bis zur Gamsmauer in Angriff nehmen“, erläutert Kratzer das vier Millionen-Euro teure Projekt.

Von einer Generalsanierung der gesamten Straße könne aber nicht gesprochen werden, Gemeinde, Land und Bund haben sich für einen Mittelweg entschieden. „Der Unterbau ist zum großen Teil in Ordnung, einige Stellen weisen jedoch Schäden auf, aber Engstellen wird es immer geben“, erklärt Kratzer.

Der erste Bauabschnitt, der heuer auch abgeschlossen werden soll, betrifft somit ein 700 Meter langes Teilstück der insgesamt 9,5 Kilometer langen Straße hinauf auf das Hochkar.

Dieser Abschnitt soll nach der Sanierung eine Fahrbahnbreite von sechs Metern aufweisen, zudem werden die Kurven in diesem Bereich bis zu zehn Meter verbreitert werden. Um überhaupt mit den Straßenarbeiten beginnen zu können, müssen 30 Bäume in den kommenden Tagen gefällt werden, danach wird ein 17 Meter hoher Felsen – insgesamt 2.500 Kubikmeter Gestein – mechanisch abgetragen. „Eine Sprengung ist in diesem Bereich nicht möglich“, informiert Kratzer.

Was das alles für die Anrainer bedeutet, erklärte der zuständige Sachverständige Martin Kranewitter: „Es wird zeitweise eine Totalsperre der Straße notwendig sein müssen.“

Diese Sperre wurde anschließend in Diskussion mit den Anwesenden von 18. Mai bis 5. Juni (von 7.30 Uhr bis 18 Uhr) vereinbart. Davon ausgenommen sind Wochenenden, Feier- und Zwickeltage. Da ist eine Zu- und Abfahrt zu jeder Zeit möglich. Außerhalb dieser Zeitspanne ist laut den Experten eine einseitige Befahrbarkeit der Straße mit Ampelregelung gegeben. Gemeinsam wurde auch die Entscheidung getroffen, dass die zweite Bauphase mit Asphaltierungsarbeiten gleich unmittelbar danach anschließen soll. „Wir wollen das heuer so rasch wie möglich durchziehen“, bekräftigt der Bürgermeister den ambitionierten Plan.

Totalsperre von 29. Juni bis 3. Juli geplant

Für die finalen Asphaltierungsarbeiten ist mit einer Totalsperre der Straße von 29. Juni bis 3. Juli zu rechnen. „Hierzu muss das Ausschreibungsverfahren aber noch erfolgen. Wenn alles klappt, dann können wir bis Anfang der Sommerferien fertig sein“, gibt Kratzer auch den anwesenden Gastronomen sowie Andreas Buder von den Hochkar Bergbahnen, die am 29. Mai an den Wochenenden mit dem Sommerbetrieb starten wollen, eine Richtung zur Planungssicherheit.