Göstling an der Ybbs

Erstellt am 12. September 2018, 08:56

von Christian Eplinger

Mit Tablet durch das Wildnisgebiet. Auf besonderer Entdeckungsreise am Eulen- und Tremmelweg in Göstling.

Die drei Jungunternehmer der Scheibbser Firma Deckweiss – Stefan Jäch, Rudolf Ebner und Daniel Aigner (von links) – mit Gamings Vizebürgermeister Andreas Fallmann, Göstlings Bürgermeister Friedrich Fahrnberger und dem Geschäftsführer des Wildnisgebiet Dürrenstein Christoph Leditznig.  |  Christian Eplinger

Seit dieser Woche kann man sich im Wildnisgebiet Dürrenstein auf eine besondere Entdeckungsreise begeben. Am 3,4 Kilometer langen, familien- und kinderwagenfreundlichen Eulenweg in Göstling (Steinbachtal) und daran angeknüpft auf einem Teil des Tremmelweges gibt es nicht nur die wunderschöne Natur zu erleben, sondern man bekommt mittels Tablet und GPS-Signal auch noch jede Menge zusätzliche Informationen über das Wildnisgebiet, Fauna und Flora – Videos inklusive. Die Gehzeit für den gesamten Weg beträgt rund drei Stunden. Für den Eulenweg alleine sollte man zwei Stunden einplanen.

Die aus Scheibbs stammenden Jungunternehmer Daniel Aigner, Rudolf Ebner und Valentin Jäch (www.deckweiss.at) haben sich bei der Ausschreibung durchgesetzt und in den letzten zwei Jahren eine entsprechende App entwickelt und am Freitag 50 Tablets samt installierter App dem Wildnisgebiet übergeben.

„Wenn man mit der App den Weg entlang geht, dann poppen die verschiedenen Info- und Filmangebote dank GPS-Signal automatisch auf“, erklärt Valentin Jäch. In der App eingearbeitet sind auch imposante Videosequenzen von allen vier Jahreszeiten. Dadurch hat sich auch der Start etwas verzögert.

5 Euro Leihgebühr, 150.000 Euro Kosten

Um 5 Euro kann man sich so ein Tablet samt Schutzhülle bei den Tourismusbüros in Göstling und Lunz sowie in den Gasthäusern Zellerhof (Lunz), Kögerlwirt und Mandl-Scheiblechner (Göstling) ausleihen (Gruppenermäßigungen). „Wir können das Wildnisgebiet nicht für den Tourismus öffnen, aber so noch intensiver erlebbar machen“, freut sich Wildnisgebiet-Geschäftsführer Christoph Leditznig über das gelungene Projekt, das insgesamt samt Videodreharbeiten 150.000 Euro gekostet hat.

Die Gemeinden haben sich mit 31.500 Euro an den Kosten beteiligt (Göstling 15.000 Euro, Gaming 9.000 Euro, Lunz 7.500 Euro). „Unsere Natur ist unser Schatz. Sie zu vermitteln ist eine unserer Aufgaben“, betont Göstlings Bürgermeister Friedrich Fahrnberger und will als nächsten Schritt am Parkplatz des Eulenweges eine Sanitärstation ähnlich wie am Leckermoos in Hochreit errichten. Der Eulenweg selbst ist übrigens auch um fünf Tafelstationen und einem neuen Weg im Wald erweitert worden.