Päpstliche Auszeichnung für Organist Friedrich Buder. Organist Friedrich Buder aus Lassing erhielt päpstliche Auszeichnung.

Von Claudia Christ. Erstellt am 09. Juni 2019 (04:30)
Gerd Neuhold, Graz
Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl und Organist Friedrich Buder mit der Auszeichnung, die mittlerweile bereits gerahmt in der Stube der Familie Buder hängt.

„Es ist einfach unglaublich, ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich jemals eine derartige Auszeichnung überreicht bekomme“, freut sich Friedrich Buder. Der Lassinger Land- und Forstwirt bringt als Organist sieben Kirchen, auf steirischer Seite in Wildalpen, Palfau, Großreifling, Gams und Landl, zum Erklingen. Er spielt nicht nur an Sonntagen, sondern auch bei den Wochentagsmessen auf der Orgel. „So kommen schon an die 400 Messen im Jahr zusammen“, erzählt der 67-Jährige.

Ein Engagement, dass in Zeiten des Mangels an Orgelspielern wohl unvergleichlich ist. Für seinen Einsatz und in Anerkennung seiner besonderen Verdienste hat Buder nun das Päpstliche Ehrenzeichen „Benemerenti“ vom Steirischen Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl erhalten.

Seit 20 Jahren im kirchlichen Einsatz

Das Spielen an der Orgel hat sich der Lassinger selbst beigebracht. Ermutig wurde er dabei von seinem Bruder, der das Instrument im Stift Altenburg erlernt hat. „Ich dachte mir, was der kann, kann ich schon lange“, scherzt er.

Auch heute nach 20 Jahren übt er täglich in seinem Musikzimmer an seiner eigenen Orgel: „Ich probe täglich eine Messe mit der gesamten Liturgie durch.“ Neben seiner Leidenschaft zur Orgel leitet der Lassinger auch noch die Kirchenchöre Göstling sowie Wildalpen. Er war zudem maßgeblich an der Einführung des „Gotteslob neu“ in „seinen“ Pfarren beteiligt und kennt beinahe sämtliche Liednummern des Alten wie des Neuen Gotteslob auswendig.

Für sein Engagement wurde Friedrich Buder bereits mit dem „Goldenen Ehrenzeichen“ des Landes Steiermark und diversen Auszeichnungen der Diözese St. Pölten gewürdigt.