Mostviertler Gebäck mit Tradition: Das Fastenbeugel. Bäckerei Kronsteiner lässt mit Fastenbeugel Tradition weiterleben.

Von Claudia Christ. Erstellt am 21. März 2021 (11:34)
Bäckermeister Patrick Kronsteiner in St. Georgen am Reith bäckt noch bis Ostern das bei den Kunden beliebte Fastenbeugel. Foto: privat
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Zwei- bis dreimal pro Woche bäckt Patrick Kronsteiner während der Fastenzeit ein spezielles Gebäck, das Fastenbeugel. „Das Fastenbeugel ist in der Region Göstling so beliebt, dass die Kunden schon im November immer anfragen“, erklärt der Bäcker.

In der Form ähnlich dem bekannten Bagel, wird der Teig für das Beugel in der Bäckerei Kronsteiner nach einem uralten Rezept zusammengemischt. „Die Zutaten und die Mischung sind ein Geheimrezept, das nirgendwo aufgeschrieben ist. Das habe ich von meinem Vorgänger übernommen“, sagt der 29-Jährige, der vor zweieinhalb Jahren den Weg in die Selbstständigkeit gewagt hat.

Verraten darf man aber, dass es sich um eine Art Hefeteig handelt, der zuerst in Salzwasser gekocht, mit Salz und Kümmel bestreut und dann im heißen Ofen gebacken wird. „Insgesamt elf Mal wird das Gebäck in die Hand genommen, bevor es goldgelb gebacken aus dem Ofen kommt. Danach ist es bis zu einer Woche lang haltbar.

Wie das Dauergebäck verzehrt wird, bleibt dann jedem selbst überlassen. „Manche mögen es zum Kaffee, statt einer Mehlspeise. Andere als Suppeneinlage in einer klaren Rindssuppe“, weiß Kronsteiner. Zur Tradition zählt hier auch das „Beugelreißen“.

Dabei ziehen zwei Personen gleichzeitig am Gebäck, wer das größere Stück bekommt, darf sich über Glück freuen. „Glück kann wohl jeder gut gebrauchen und deshalb ist das auch bei uns in der Backstube so der Brauch“, sagt der Chef. Erhältlich ist das Fastenbeugel bei Kronsteiners Gaifahrern und neuerdings auch im Unimarkt und Spar-Markt in Göstling.