Kindergeburtstag war einmal. Neo-Bürgermeister Helmut Emsenhuber ist in seiner neuen Aufgabe angekommen.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 28. Mai 2020 (04:02)
VP-Bürgermeister Helmut Emsenhuber (links) freute sich: Alle Beschlüsse in seiner ersten öffentlichen Sitzung waren einstimmig.
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20 Jahre war Helmut Emsenhuber (VP) bereits im Puchenstubner Gemeindevorstand. Seit 20. Februar ist er nun Bürgermeister. „Damit hat sich meine Welt schon ziemlich verändert. Gegen das Amt des Bürgermeisters ist ein Vorstandsmandat ein Kindergeburtstag“, betonte Emsenhuber am Freitagabend in seiner ersten von ihm geführten Gemeinderatssitzung, die aufgrund der Corona-Maßnahmen im Turnsaal der Volksschule stattfand. Gleichzeitig bedankte er sich bei den Gemeindemitarbeitern im Büro und im Bauhof. „Die könnten dich als neuen Bürgermeister ganz schön absaufen lassen. Zum Glück ist aber genau das Gegenteil der Fall. Dank ihrer tollen Unterstützung sind die ersten Wochen gut – wenn auch Corona-bedingt etwas anders als geplant – über die Bühne gegangen“, schilderte Emsenhuber.

  
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Dass die (Zusammen)Arbeit in Puchenstuben auch unter der neuen Führung funktioniert, zeigte die erste Sitzung. Alle 21 öffentlichen Tagesordnungspunkte beschlossen die Gemeindemandatare einstimmig, darunter auch den Rechnungsabschluss 2019. Der bescherte der Gemeinde einen Überschuss im ordentlichen Haushalt von 16.644 Euro. Negativ hätte sich der intensive Winterdienst im Jänner und Februar 2019 ausgewirkt, der insgesamt Mehrkosten von rund 17.000 Euro verursacht hatte. Dafür gab es im Langlaufzentrum Mehreinnahmen von 6.000 Euro und auch die Kommunalsteuereinnahmen erreichten mit fast 80.000 Euro einen Spitzenwert für Puchenstuben. Der relativ große Überschuss im außerordentlichen Haushalt begründet sich damit, dass die Wohnungssanierungen erst 2020 abgerechnet wurden.

Auch dem ersten von Emsenhuber als Ortschef eingeleiteten Projekt, die kurzfristige und mittlerweile bereits erfolgte Sanierung der Panoramastraße, erteilte der Gemeinderat im Nachhinein seine Zustimmung. 23.000 Euro betrug der Gemeindebeitrag bei den 92.000 Euro teuren Maßnahmen. „Da war Gefahr in Verzug. Anderseits hätte die Straße gesperrt werden müssen“, weiß Emsenhuber.

Seit Freitag hat er übrigens auch einen weiteren neuen „Job“: Der Gemeinderat bestellte ihn einstimmig zum Geschäftsführer der Skilifte Puchenstuben.