Stadt als Leinwand in Scheibbs

Erstellt am 12. März 2022 | 06:27
Lesezeit: 2 Min
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Philipp Netolitzky stellte im Rathaussaal seine neuen Projektideen vor und hofft auf rege Beteiligung der Bevölkerung.
Foto: Lisa Wallner
Im Rahmen des Projekts „Mural City“ hat der Scheibbser Philipp Netolitzky gemeinsam mit internationalen Künstlern öffentliche Flächen in Scheibbs mit Graffiti gestaltet. Jetzt will er das Projekt weiterführen.
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Begonnen hat Philipp Netolitzky das Projekt „Mural City“ im Jahr 2014 als er die eigene Hausmauer in Scheibbs gestaltete. Danach hat er Künstlern aus aller Welt, aber auch Schülern die Möglichkeit gegeben, sich in Scheibbs und anderen niederösterreichischen Städten künstlerisch auszuleben. Mittlerweile gibt es in Scheibbs ungefähr 20 gestaltete Flächen.

Im Zuge des Jubiläums „100 Jahre Niederösterreich“ will er das Projekt „Mural City“ nun weiter ausdehnen. Im Sommer steht die Gestaltung des St. Pöltner Hauptbahnhofes an. Bei einer Informationsveranstaltung vergangenen Samstag hat Netolitzky seine Pläne für die kommenden Projekte vorgestellt.

Das Projekt soll kulturellen Austausch bringen.“ Philipp netolitzky Graffiti-Künstler

„Mural City beschränkt sich nicht nur auf die Gestaltung von Flächen. Das Projekt soll kulturellen Austausch bringen. Man kann internationale Künstler einladen, ihnen Sehenswürdigkeiten und Angebote der Region näher bringen. So entsteht ein Mehrwert für alle Beteiligten“, erklärt Netolitzky seine Idee.

Ihm liegt auch am Herzen, die Bewohner miteinzubeziehen. Die Kunstwerke sollen niemanden stören und das Stadtbild nicht zerstören. Deshalb wünscht er sich, einen regelmäßigen Austausch mit den Bewohnern und hofft auf die Bereitschaft der Bevölkerung, sich aktiv im Projekt einzubringen. Die geschaffenen Werke sollen eine Botschaft transportieren und auch die Geschichten der Stadt miteinbeziehen.

SPÖ-Stadtrat Hans Huber zeigt sich von dem Projekt überzeugt: „Es gibt noch viele Flächen, die gestaltet werden können. Ich finde, das ist eine gute Geschichte auch für Gäste, die nach Scheibbs kommen. Im Zuge des gerade begonnenen Stadtentwicklungsprozesses können wir daran arbeiten, dass Scheibbs nicht nur schwarz und weiß ist, sondern wir können auch mehr Farbe ins öffentliche Leben hineinbringen“, betont Huber.

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