Badgasse ist geschützt vor Wasserflut. Gresten: Nach über einem Jahr Bauzeit sind Retentionsbecken und Geschiebesperre beim Vorderhoderberggrabenbach funktionsfähig.

Von Anna Faltner. Erstellt am 16. Dezember 2020 (13:39)
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Besichtigten stolz das Retentionsbecken mit der neuen Eindeckung (von links): Bauausschussobmann August Scheinhart, Polier Wolfgang Reithner, Umweltgemeinderat Michael Schober, Gebietsbauleiter Eduard Kotzmaier, Bürgermeister Harald Gnadenberger, Sektionsleiter Christian Amberger, Bauleiter Norbert Egger und Markus Kienast (Wildbachverbauung).  
Anna Faltner

Starke Niederschläge bringen zwar nicht immer gleich die Kleine Erlauf zum Übergehen, die Marktgemeinde hatte in den vergangenen Jahren vor allem mit den kleinen Bächen zu kämpfen. Rund alle zwei Jahre standen Tennisplatz, Voralpenbad, Eisstockschützenhalle und die Wohnhäuser im Bereich von Badgasse und Erlaufpromenade durch das Überlaufen des Vorderhoderberggrabenbaches unter Wasser. Dem haben die Marktgemeinde und die Wildbachverbauung nun endgültig ein Ende gesetzt. Nach mehr als einem Jahr Bauzeit wurde das Projekt in der vergangenen Woche fertiggestellt.

Was konkret gemacht wurde? Entlang der Badgasse wurde bis zur Erlauf eine neue, 210 Meter lange Eindeckung für den Bach errichtet. „Sie fasst 4.000 Liter pro Sekunde und ist ausgelegt für ein hundertjähriges Hochwasser“, informiert Sektionsleiter Christian Amberger von der Wildbachverbauung. Diese Eindeckung mündet bachaufwärts in ein 220 m³ großes Rückhaltebecken. Damit das Hochwasser auch ungehindert abfließen kann, durch Holz oder Schutt keine Verklausung entsteht, wurde zusätzlich eine Geschiebesperre errichtet.

2022 steht Flutschutz für Kroißbach am Plan

Sektionsleiter Christian Amberger und Gebietsbauleiter Eduard Kotzmaier (Wildbachverbauung) betonen, dass mit dieser Schutzmaßnahme eine möglichst hohe Sicherheit für die Bevölkerung und die Einrichtungen der Gemeinde geschaffen werden konnte. Neben dem Hochwasserschutz wurden aber auch gleich die Einbauten in der Badgasse sowie in der Erlaufpromenade mit dem Projekt verbunden. „Der Auslöser war das Thema Hochwasser. Und das haben wir genutzt, um auch gleich die beiden Straßen zu sanieren, neuzugestalten und auch die Hauszufahrten wurden in Absprache mit den Hausbesitzern gleich mitasphaltiert. Das sind tolle Synergieeffekte, bei denen wir im Endeffekt an Kosten und Aufwand sparen konnten“, erzählt SP-Bürgermeister Harald Gnadenberger.

Der Vorderhoderberggrabenbach ist aber nicht der einzige Bach, der Sorgen bereitet hat. In den letzten Jahren wurden der Brunnstubenbach sowie der Klausgrabenbach mit Staubecken abgesichert. Für 2022 stünde dann der Kroißbach am Plan.