Baustellen sind am Abrüsten

Arbeiten in Erlaufpromenade sowie an der L92 sind vollständig beendet.

Erstellt am 07. Oktober 2020 | 18:44
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Im Vergleich zu den vergangenen Monaten wirkt der Grestner Straßenverkehr schon fast ruhig. Der Grund dafür ist schnell geklärt: Viele große Baustellen sind mittlerweile (zum Teil) abgeschlossen.

Die Landesstraße 92 war von Juni bis Ende August zum Teil gesperrt und Zentrum der Bauarbeiten. Von der Bahnübersetzung Richtung Waidhofen über den Kreisverkehr bis zur Abzweigung in die Suttengrestenstraße (nach dem Welser Areal) zog sich die Baustelle. Das etwa ein Kilometer lange Teilstück wurde von der Marktgemeinde mit sämtlichen Einbauten (Wasser, Kanal, Breitband) versehen und zuletzt asphaltiert. „Vor allem die Einbauten haben viel Zeit benötigt. Dann gab es eine kurze Totalsperre, das war spannend für die Anrainer und die Welser-Mitarbeiter. Aber dafür ist jetzt alles perfekt geworden“, ist SP-Bürgermeister Harald Gnadenberger zufrieden. Die größte Herausforderung war es, den Verkehr am Laufen zu halten und auch die Wasserversorgung für die Anrainer durchgehend zu gewähren. Das Projekt schlägt sich mit 500.000 Euro im Gemeindebudget zu Buche.

Im Zuge der Bauarbeiten an der L92 wurden auch der Radweg in dem Abschnitt (von der Suttengrestenstraße bis zur Ortstafel) sowie der Gehsteig entlang der L92 geschaffen. Für beide Projekte stellte die Firma Welser einen Teil ihres Grundstücks zur Verfügung. „Früher musste man am Weg vom Kreisverkehr bis zum Umspannwerk zwei Mal die Straße überqueren. Durch den Gehsteig ist das jetzt viel sicherer“, betont Gnadenberger.

Einen neuen Look hat auch die Erlaufpromenade bekommen. Auf dem etwa 160 Meter langen Straßenabschnitt wurden sämtliche Einbauten gemacht, die Straße wurde verbreitert und dadurch konnten 16 neue Parkflächen geschaffen werden. „Bisher mussten viele entlang der Straße parken, weil kaum Fläche vorhanden war“, erzählt der Ortschef. Genügend Platz gibt es nun auch für die sportlichen Bad- und Tennisplatzbesucher. Insgesamt sind nun 70 Radstellplätze, zwei E-Bike-Ladestationen sowie gekennzeichnete Parkplätze für Räder mit Anhänger vorhanden. „Wir achten dabei natürlich auch auf die optische Gestaltung“, weist Gnadenberger auf die grünen und blumigen Flächen hin.

In der finalen Phase befindet sich gleich ums Eck die Badgasse samt Hochwasserschutz . Noch im Herbst sollen auch hier die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Abgeschlossen sind die Einbauten sowie das Setzen der Randsteine, auch die fünf neuen Parkbuchten sind bereits definiert. „Auch beim Rückhaltebecken geht es jetzt nur mehr um die Finalisierung“, ist der Ortschef froh. Denn einfach war das Projekt keineswegs. Während der Arbeiten kamen immer mehr Details zum Vorschein. So mussten neue Lösungen – etwa für den Begleitkanal – gefunden werden. Statt der geplanten 850.000 Euro (für Erlaufpromenade und Badgasse) belaufen sich die Kosten nun auf über eine Million Euro, von denen die Marktgemeinde einen Anteil von 27 Prozent zu zahlen hat. „Das Mehr an Kosten ist aber nachvollziehbar“, betont Gnadenberger.