Buschauffeur soll Fahrgast gewürgt haben. Chauffeur soll einen Fahrgast gewürgt und bedroht haben. Nun muss er Geldstrafe bezahlen.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 19. Dezember 2017 (04:00)
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Symbolbild

Ein gerichtliches Nachspiel hatte ein Disput zwischen einem Buschauffeur und einem Fahrgast.

"Keine gültige Fahrkarte"

Wegen Körperverletzung, gefährlicher Drohung und versuchter Nötigung sitzt der 41-jährige Chauffeur nun auf der Anklagebank. Geständig ist er im Prozess am Landesgericht St. Pölten kaum, gibt nur zu, sich über den Afghanen (37) geärgert und ihn vom Bus weggezerrt zu haben.

„Er hatte keine gültige Fahrkarte bei sich “, erzählt der Angeklagte. Deshalb habe er den 37-Jährigen aus dem Bus hinausbefördert. Dabei soll es bei der Bushaltestelle in Gresten aber nicht geblieben sein und einer verbalen Auseinandersetzung soll Handfestes gefolgt sein.

"Aussage gegen Aussage"

„Er hat mich am Hals gepackt, gewürgt und gesagt, dass er mich umbringen werde. Ich konnte eine Woche lang nicht schlucken“, erzählt der Afghane im Prozess. Anzeige habe er erstattet, „weil ich mich vor dem Chauffeur gefürchtet habe“.

Ein Zeuge, ein Freund des Angeklagten, bestätigt dessen Version. Für den Richter ist das Opfer „absolut glaubwürdig“. Doch: „Es steht Aussage gegen Aussage.“ Von Drohung und Körperverletzung wird der 48-Jährige freigesprochen, wegen Nötigung setzt es 480 Euro Geldstrafe. -cs-