Fußballplatzverlegung auf Schiene, nur Termin fehlt. Kaufvertrag mit Grundeigentümer wird nun fixiert. Corona sorgt aber für Verzögerung auf unbestimmte Zeit.

Von Anna Faltner. Erstellt am 06. August 2020 (04:05)
Die Pläne für die Verlegung des Fußballplatzes sind bereits ausgereift, in den nächsten Tagen wird der Kaufvertrag mit dem Grundeigentümer des zukünftigen Platzes fixiert. Die Bürgermeister Erich Buxhofer (Gresten-Land) und Harald Gnadenberger (Marktgemeinde) sind froh, dass das Projekt trotz Corona-bedingter Verzögerung im Laufen ist. 
Anna Faltner

Der neue Fußballplatz. Wann geht‘s jetzt wirklich los? Denn eigentlich wollten die beiden Grestner Gemeinden gemeinsam mit der Firma Welser das Megaprojekt schon im Frühjahr starten (die NÖN berichtete). Doch dann kam das Coronavirus und brachte vieles zum Stillstand. Wie, wann und ob es nun wirklich zur Verlegung des Fußballplatzes kommt, war in den letzten Wochen und Monaten nicht ganz klar. Fest steht aber nun: Alle Beteiligten halten weiter an dem Projekt fest.

„Man muss Prioritäten setzen. Für uns war wichtig, dass das Projekt zustande kommt – egal wann.“Harald Gnadenberger, Bürgermeister Gresten-Markt

„Das übergeordnete Ziel lautet nach wie vor: Wir wollen die Firma Welser in ihrer Firmenweiterentwicklung unterstützen“, sagt Harald Gnadenberger, SP-Bürgermeister der Marktgemeinde. Die Firma Welser will auf dem Areal des aktuellen Fußballplatzes ein Logistikzentrum errichten, daher ist der Ankauf eines neuen Platzes notwendig. Mit Optionsverträgen wurde das 25.000 m² große Grundstück – ein paar hundert Meter nördlich des bisherigen Platzes – auf dem Gemeindegebiet von Gresten-Land schon im Vorjahr gesichert. „Die Vorverträge laufen jetzt aus. Nun sind wir gerade dabei, die Kaufverträge zu finalisieren. Der Kauf ist fix“, erklärt VP-Bürgermeister Erich Buxhofer (Gresten-Land).

Für die Firma Welser selbst sei damit ein weiterer Meilenstein in der Umsiedelung des Fußballplatzes Gresten über die Bühne gegangen. Man habe sich mit dem Besitzer des für den Bau wichtigsten Grundstückes geeinigt. Geschäftsführer Andreas Welser zeigt sich hocherfreut: „Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden Gresten und Gresten-Land war vorbildlich. Abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung und der noch zu verhandelnden Finanzierungsmodalitäten bezüglich Infrastruktur können wir nun die weitere Vorgehensweise planen.“

Seit dem Vorjahr wurden darüber hinaus auch verschiedenste Thematiken betreffend Umweltverträglichkeitsprüfung, Hochwasserschutz, Hangwasser, Lärmschutz und Zufahrtsmöglichkeiten geprüft. „Da muss noch etwas diskutiert werden. Wenn wir die Brücke angreifen, wird das sehr teuer. Generell tut sich durch diese Maßnahmen eine Finanzierungslücke auf, die noch nicht miteinberechnet war“, informiert Buxhofer. Rund 3,9 Millionen Euro sind für die Verlegung des Sportplatzes budgetiert. 1,3 Millionen Euro kommen als Förderung vom Land NÖ, die Firma Welser will 1,6 Millionen Euro investieren, die Marktgemeinde Gresten ist mit 500.000 Euro mit an Bord, die Landgemeinde investiert 300.000 Euro. „Unsere Investitionssummen stehen auf jeden Fall“, betonen beide Bürgermeister.

Keine Nachteile durch Baustart-Verzögerung

Was allerdings nicht steht, ist der Zeitplan. Aufgrund der Coronakrise gehe man behutsam mit den finanziellen Mitteln um. „Man muss eben Prioritäten setzen. Für uns war wichtig, dass das Projekt zustande kommt. Wann genau, liegt an der Firma Welser. Das wissen wir jetzt noch nicht“, sagt Gnadenberger. Das spiele aber keine so große Rolle, da es sowohl für die Gemeinden, als auch für den Sportverein dadurch keine Einschränkungen oder Nachteile gibt. „Die Grundbedingung ist, dass die Auflösung des alten Platzes erst dann erfolgen kann, wenn auf dem neuen Platz der Ball rollt. Wir haben aber vollstes Verständnis für die Verzögerung des Projektes“, erklären die Ortschefs.

Sollte sich die Firma Welser in der Zwischenzeit doch schon vergrößern wollen, ist das auf Teilflächen des bestehenden Areals auch möglich, ohne das Training des Sportvereins zu beeinflussen.