Gabriela Oelmann: „Kinder fit für die Zukunft machen“

Gabriela Oelmann ist seit 1. September neue Leiterin der Volksschule Gresten. Sie folgt damit Franz Rischanek, der acht Jahre lang Schulleiter war.

Erstellt am 06. Oktober 2021 | 12:48
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Franz Rischanek übergab nach acht Jahren als Leiter an Gabriela Oelmann. 
Foto: Anna Faltner

Mit Schulanfang hat eine neue Leiterin die Direktion in der Volksschule Gresten bezogen. Die Grestnerin Gabriela Oelmann trat in die Fußstapfen von Franz Rischanek, der acht Jahre lang Volksschuldirektor in Gresten und in den vergangenen drei Jahren auch in Reinsberg war.

Der 62-Jährige war aber auch davor schon neun Jahre Leiter der Volksschule Göstling. „Das war auch eine sehr schöne Zeit. Aber wenn man die Gelegenheit hat, in der Heimatgemeinde zu arbeiten, ergreift man die gerne“, erzählt er. In seiner beruflichen Laufbahn lag ihm besonders der Schulsport sehr am Herzen. 26 Jahre lang war er verantwortlich für den Schulfußball im Bezirk. Sportlich will er auch in der Pension bleiben. „Radfahren, Wandern und Skifahren. Das werde ich machen. Und ich habe mir auch vorgenommen, einfach mal zu relaxen“, verrät er.

Mehrere Meilensteine in den letzten acht Jahren

Immerhin hat sich in den vergangenen acht Jahren in der Volksschule vieles getan. Die Nachmittagsbetreuung wurde auf neue Füße gestellt. „Das Angebot wird sehr gut angenommen, die Schülerzahlen sind da rasant gestiegen“, weiß er. Nach der Volksschulreform 2018 kam die verbale Beurteilung der Schüler, die Kind-Eltern-Lehrer-Gespräche waren ein neues Modell, das sich etablieren musste.

Und zuletzt entstand die Mehrstufenklasse mit Schwerpunkt Montessori, die im September erstmals in Betrieb ging. „In den vergangenen Jahren kamen immer wieder Anfragen nach einer alternativen Unterrichtsmöglichkeit. In Absprache mit der Bildungsdirektion habe wir diese integrative Form des Lernens nun eingeführt.“ 16 Schüler von der ersten bis zur sechsten Schulstufe werden von zwei Sonderpädagoginnen nun in einer Klasse unterrichtet. „Wir lernen miteinander und voneinander. Die Kleinen lernen etwas von den Großen und die Großen profitieren von der Kreativität der Kleinen. Und es geht auch viel um soziale Integration“, begrüßt die neue Direktorin Gabriela Oelmann das Modell.

Für die 59-jährige Pädagogin kam der Schulstart in Gresten plötzlich. Erst am 23. August bekam sie die Zusage, mit 1. September übernahm sie schon die Leitung. „Franz war da sehr kooperativ. Er hat die gesamte Lehrfächerverteilung gemacht und ist jederzeit telefonisch für mich erreichbar“, ist sie dankbar. Spannend für Oelmann war auch der Umstieg von der Mittelschule in Scheibbs, wo sie 21 Jahre unterrichtet hat, auf die Volksschule. Die Hälfte ihrer Lehrverpflichtung hat sie der Schulentwicklungsberatung der Pädagogischen Hochschule in Niederösterreich gewidmet. „Da habe ich auch schon viele Stunden am Computer mit administrativen Aufgaben verbracht. Das, was für mich wirklich neu ist, ist das Alter der Schule. Ich war sehr lange die 10- bis 14-Jährigen gewohnt“, lacht sie.

Die neue Leiterin hat sich auch schon klare Ziele gesetzt. „Ich würde mir wünschen, dass die erste Schulstufe mit zwei Lehrern besetzt wird. Das wäre eine Wertschätzung der Kinder gegenüber, da sie unterschiedliche pädagogische Zugänge bekommen“, sagt Oelmann. Eine Begegnung auf Augenhöhe mit Kindern, Eltern und Lehrern möchte sie auch noch stärker ins Zentrum stellen. „Und ich möchte die Kinder fit für die Zukunft machen. Ihnen Themen wie Nachhaltigkeit näher bringen. Ich will, dass die Kinder lösungsorientiertes Denken für die Zukunft entwickeln“, betont sie.