Beim Wandern auf „Kontaktsuche“: Bewohner-Beschwerden. Bewohner entlang der Wanderwege legten am Gemeindeamt Beschwerde über Wanderer ein.

Von Anna Faltner. Erstellt am 31. März 2020 (13:21)
Der Grestner Hausberg Goganz wird offenbar aktuell besonders gern von Wanderern besucht.  Foto: Gemeinde
Gemeinde Gresten-Land

Die Nachricht „Zuhause bleiben und Leben retten“ dürfte wohl noch immer nicht bei allen angekommen sein. Und das vor allem zum Ärger jener Bürger, die die Situation ernst nehmen. Das Gemeindeamt in Gresten-Land wurde nämlich von Anrainern der örtlichen Wanderwege darauf aufmerksam gemacht, dass sich viele Wanderer und Radfahrer sehr nahe an ihren Häusern bewegen, sogar stehen bleiben und den Kontakt zu ihnen sowie ihren Kindern suchen.

„Eine Bürgerin hat auch gemeldet, dass am vergangenen Wochenende mehr Wanderer unterwegs waren als sonst üblich. Manche kommen zum Haus, reden und berühren auch die Kinder und wollen sich mit den Bewohnern über das Coronavirus unterhalten“, berichtete VP-Bürgermeister Erich Buxhofer in einem Schreiben an seine Gemeindebürger.

Die Gemeinde habe zwar Verständnis dafür, dass viele ins Freie möchten und die Bewegung suchen, dabei sollten sie aber dennoch den nötigen Abstand zu anderen Leuten halten.

„Manche haben scheinbar den Ernst der Lage noch immer nicht begriffen und übertreiben es ein wenig. Wenn sich sogar andere Bürger darüber beschweren, müssen wir auch darauf reagieren“, sagt Buxhofer. Daher appelliert er an die Bevölkerung, Spaziergänge nur in der näheren Umgebung zu tätigen, und das nur mit Personen, die im selben Haushalt leben, genügend Abstand zu Häusern an Wanderwegen zu halten und keinen Kontakt zu den Hausbewohnern zu suchen.