Mauer bringt nun Sicherheit

Erstellt am 23. Juli 2022 | 05:49
Lesezeit: 2 Min
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Franz Stuppahn (Wildbachverbauung), Heidi Essletzbichler, Bürgermeister Erich Buxhofer und Baggerfahrer Gerald Fallmann Foto: Claudia Christ
Foto: Foto: Claudia Christ
Vor vier Jahren donnerte ein Baum aus dem naheliegenden Wald direkt in das Schlafzimmer der Essletzbichlers. Nun wurde eine Schutzmauer errichtet.
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Der 26. November 2018 wird die Familie Essletzbichler in Wiesergraben wohl immer in Erinnerung bleiben. „Mein Mann ist schon zu Bett gegangen und ich bin vor dem Fernseher eingeschlafen, als uns plötzlich ein höllischer Lärm aus dem Schlaf riss“, erinnert sich die Hausherrin. Wie sich herausstellte, war ein Baum mit dem Wipfel voran und rund 30 Zentimeter Durchmesser vom steilen Gelände hinter dem Haus durch den Maschendrahtzaun und die Hausmauer direkt ins Schlafzimmer gedonnert und kam unmittelbar vor der Kastentür zum Erliegen. „Wenn der Baum auch nur einen halben Meter näher beim Bett gelandet wäre, dann hätte es meinen Mann beim Fuß erwischt.“

„Wenn der Baum auch nur einen halben Meter näher beim Bett gelandet wäre, dann hätte es meinen Mann beim Fuß erwischt.“

Das Gelände hinter dem Grundstück der Essletzbichlers, ist mit Wald bewachsen und so steil, dass man es nicht begehen kann. „Hier einen Weg anzulegen ist unmöglich. Immer wieder sind auch früher ein paar kleinere Felsbrocken bis zu unserem Zaun heruntergerollt, aber dass uns gleich ein ganzer Baum durch die Hausmauer bis ins Schlafzimmer fliegt, daran hätten wir im Leben nie gedacht.“

Damit ein solches Unglück nicht mehr passieren kann, wurde in der vergangenen Woche eine 3,20 Meter hohe und 35 Meter lange Stützmauer im Zuge eines Wildbachprojektes hinter dem Haus fertiggestellt. Die Kosten von rund 70.000 Euro teilten sich Wildbachverbauung (70 %) und die Gemeinde (30 %). „Bei unseren Kostenanteil haben sich auch der Waldbesitzer und die Familie Essletzbicherl mit je 2.000 Euro beteiligt“, erklärt Bürgermeister Erich Buxhofer bei einem Lokalaugenschein gemeinsam mit der NÖN auf der Baustelle. „Wir freuen uns riesig, dass wir jetzt geschützt sind und wieder beruhigt schlafen können“, meint die Hausherrin beim Anblick der Mauer.

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