Spatenstich für Ordination: Ein Projekt für die Zukunft

Die ehemalige Doktor Kammerer-Praxis wird in den nächsten zwölf Monaten in eine neue, attraktive Ordination und auch mögliche Gemeinschaftspraxis umgewandelt.

Erstellt am 12. Dezember 2019 | 03:34
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Beim Spatenstich (von links): Bautechniker Christian Reisinger, Baumeister Leopold Stockinger, Bürgermeister Leopold Latschbacher (Gresten-Land), Bürgermeister Harald Gnadenberger (Gresten), Vizebürgermeister Erich Buxhofer (Gresten-Land), Rudolf Fahrenberger (Zimmermeisterarbeiten), VP-Landtagsabgeordneter Anton Erber, Stefan Schweighofer (Baumeisterarbeiten), Vizebürgermeister Johannes Buchebner (Gresten), Friedrich Wismüller (Baumeisterarbeiten), Kurt Größbacher (Fensterhandel), Stefan Stockinger jun. (Fliesenleger), August Pöchacker (Innenraumplanung) und Stefan Stockinger sen. (Fliesenleger).
Foto: Anna Faltner

Gleichzeitig mit den ersten Schneeflocken kamen auch die Bagger in Gresten an. Denn seit der Vorwoche geht es dem Arzthaus hinter dem Gemeindeamt, in dem bis vor drei Jahren Wolfgang Kammerer ordinierte, an den Kragen. Mit einem Spatenstich wurde der Start der Bauarbeiten gefeiert. Für die Bauzeit wird ungefähr ein Jahr eingerechnet.

„Die meisten Aufträge konnten wir wirklich an Firmen direkt aus der Region vergeben. Das freut mich am allermeisten. Denn es ist ja auch ein Projekt für die Region“, strahlte VP-Bürgermeister Leopold Latschbacher (Landgemeinde). Im Zuge der Spatenstichfeier blickte er kurz zurück. Denn vor 40 Jahren war die Situation eine ähnliche. „Wir standen vor dem gleichen Problem. Für beide Gemeinden hatten wir zwei Ärzte. Einer ging in Pension. Um attraktiv für einen Nachfolger zu sein, haben wir damals die Arztpraxis gebaut“, erzählt der Ortschef.

Jetzt gibt es mit Syrus Nikou sogar nur noch einen Arzt, der für beide Grestner Gemeinden zuständig ist. Er wird jedenfalls eine Ordination des adaptierten Arzthauses beziehen. Für die zweite Ordination im Erdgeschoß wünschen sich die Gemeinden einen weiteren Allgemeinmediziner. „Das kann in Form einer Gemeinschaftspraxis sein, in Form einer zusätzlichen Anstellung bei Doktor Nikou oder als selbstständiger Arzt“, erklärt Latschbacher.

700.000 Euro für das neue Arzthaus

Mit 250.000 Euro ist auch die Marktgemeinde an dem Projekt – der Adaptierung der Arztpraxis im Erdgeschoß – beteiligt. „Zwar heißt es immer, dass das keine Sache der Gemeinde ist. Aber wir sehen das anders. Die gesundheitliche Versorgung ist enorm wichtig und die Herausforderungen werden nicht weniger“, betont SP-Bürgermeister Harald Gnadenberger. Beide Gemeinden investieren 500.000 Euro in das Erdgeschoß – aufgeteilt wird daher auch die Miete, die eingenommen wird.

Die Sanierung des Obergeschoßes, in das Frauenärztin Johanna Wohleser-Nikou einziehen wird, kostet die Landgemeinde weitere 200.000 Euro. Vorerst werden keine Sanierungen an der Arztwohnung vorgenommen. „Das wollen wir uns noch offen halten“, meint Latschbacher. Das Grundstück zwischen Gemeindeamt und Arzthaus soll zukünftig als Parkplatz verwendet werden.