Wegen Corona: Sorge um geplante Projekte. Gresten-Land: Ortschef rechnet mit Einbußen durch Coronakrise und sorgt sich um künftige Projekte. Siedlung Haselweg aber auf Schiene.

Von Anna Faltner. Erstellt am 14. Mai 2020 (19:03)
Bis auf Weiteres hält der Gemeinderat Gresten-Land seine Sitzungen im Raiba-Saal ab – natürlich mit Sicherheitsabstand.
Faltner

Lange mussten die frisch gewählten Mandatare des Gemeinderates Gresten-Land auf ihre erste Sitzung nach der Konstituierung warten – immerhin sind 40 Prozent der Gemeinderäte neu im Amt. Am vergangenen Donnerstag war es dann so weit. Und zwar im Raiba-Saal, der auch für die nächsten Wochen als Sitzungssaal-Ersatzquartier dienen wird.

Gleich zu Beginn informierte VP-Bürgermeister Erich Buxhofer über die Auswirkungen des Coronavirus auf die Grestner Landgemeinde. „Bei den Ertragsanteilen können wir mit einem großen Minus rechnen. Grob geschätzt treffen uns vermutlich Einbußen von 200.000 bis 400.000 Euro“, berichtet er. Der Ortschef macht sich daher auch Sorgen um Projekte, die aktuell in der „Pipeline“ hängen, wie Arzthaus (wo die Bauarbeiten allerdings schon wieder fortgesetzt werden), Fußballplatz oder Musikschule. „Oberste Priorität haben jedenfalls alle Infrastrukturvorhaben“, betont der Ortschef.

Aber dennoch: Geld konnte in der jüngsten Sitzung vergeben werden. Für das Siedlungsprojekt Haselweg gab es bereits eine Bauverhandlung, der Gemeinderat vergab die Planungsarbeiten an die Firma Lang mit 44.708 Euro. Konkret geht es dabei um die 200 Meter lange Siedlungsstraße mit zehn Bauparzellen, für die Trinkwasser- und Abwasserkanal verlegt werden müssen. „Können wir uns das überhaupt leisten?“, wollte SP-Obfrau Susanne Schwingenschlögl wissen – immerhin sind für die neue Siedlung noch viele Maßnahmen zu erledigen (und zu bezahlen).

„Wenn wir das durchziehen wollen, haben wir jetzt sowieso keine Alternative“, antwortete Buxhofer. Beschlossen wurden außerdem eine Benützungseinräumung vom Land NÖ, damit die Straße gequert werden kann, sowie der Ankauf eines kleinen Grundstücks mit 345 m². „Da geht die Hochspannungsleitung drüber, daher kann man es sowieso nicht als Bauland verwenden. Wir könnten die Fläche später einmal für einen Spielplatz oder Treffpunkt für die Bewohner nutzen“, plant der Ortschef.