Lisa Watschka ist erste Ausbildnerin bei Welser Profile

Erstellt am 30. November 2022 | 16:11
Lesezeit: 3 Min
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Lehrlingsausbildnerin Lisa Watschka mit Prozesstechniker-Lehrling Valentin Kreutzer (links) und Zerspanungstechniker und Technischer-Zeichner-Lehrling Jonas Salzmann (beide im ersten Lehrjahr) mit zwei Werkstücken vor dem Lehrlingsbaum von Welser Profile.
Foto: Christian Eplinger
Die 23-jährige Lisa Watschka aus Gresten ist die erste Lehrlingsausbildnerin in der Geschichte der Firma Welser Profile.
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„Mich fasziniert heute noch, dass aus einem eigentlich scheußlich ausschauenden rohen Metallteil, ein echt geiles Stück herauskommen kann“, sagt Lisa Watschka in ihrer unbekümmerten Art mit einem Lächeln. Die 23-jährige Grestnerin ist seit heuer die erste Lehrlingsausbildnerin in der Geschichte von Welser Profile.

Dabei hat die gebürtige Wieselburgerin ursprünglich einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Denn sie versuchte sich in der HTL in St. Pölten, brach die Schule aber nach drei Jahren ab und wechselte danach als Lehrling zur Firma Welser. In ihrer vierjährigen Ausbildung im Doppelberuf Zerspanungstechnikerin und technische Zeichnerin lernte sie sowohl den Büroalltag als auch die Erfordernisse in der Produktion hautnah kennen. „Ein Vorteil – so weiß man von beiden Seiten, worauf es ankommt“, ist Watschka, die in ihrer Freizeit leidenschaftliche Snowboarderin ist und sich schon auf die kommende Wintersaison freut, überzeugt.

Rund 15 Prozent der Lehrlinge sind weiblich

Nach ihrer Lehre war sie ein Jahr in der Arbeitsvorbereitung im Werk in Ybbsitz tätig, ehe sie heuer der Ruf aus der neuen Lehrwerkstätte erreicht hatte. Ausbildungsleiter Peter Reiböck suchte eine Frau für das neunköpfige Ausbildnerteam. Immerhin sind rund 15 Prozent der aktuell 110 Welser-Lehrlinge weiblich. Ein relativ konstanter Wert. Auch im heurigen Jahr, wo Welser mit 33 neuen Lehrlingen in den zehn Lehrberufen einen neuen Aufnahmerekord verzeichnet hat. Fünf der 33 neuen Lehrlinge sind Mädchen.

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Foto: NOEN

Gemeinsam mit Hannes Pöchacker und Helmut Lueger ist Lisa Watschka in der Grundausbildung der Lehrwerkstätte tätig. Dort bringt sie durchaus auch etwas die weibliche und soziale Note ein. „Es gibt viele, die sich bei Problemen oder Fehlern zuerst lieber mal an mich wenden, ehe sie zu Hannes gehen“, grinst Lisa Watschka. Ob das daran liegt, dass sie die Jüngste im Team oder eine Frau ist, mag sie aber nicht beurteilen. Aber: „Neben der Freude an meinem technischen Beruf habe ich so auch die Freude bei der Arbeit mit jungen Menschen entdeckt. Beides hätte ich so vor ein paar Jahren noch nicht für möglich gehalten“, gesteht Watschka.

„Insgesamt sind wir mit Lisa aber sicher breiter aufgestellt. Sie bringt neben unserer oft sehr straight auf die Technik oder die Projekte ausgerichtete Sichtweise die soziale Kompetenz ein. Das ist gut fürs Team“, sagt auch ihr Kollege Hannes Pöchacker.

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