Nach Hitlergruß mit Polizisten gerangelt. 29-Jähriger rastete mit 2,2 Promille im Blut im Wirtshaus aus. Bei Festnahme leistete er Widerstand. Urteil: Bedingte Strafe.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 23. November 2017 (05:27)
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Prozess Gericht Symbolbild
Der Angeklagte wurde zu neun Monaten bedingter Haft verurteilt.
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Mit 2,2 Promille im Blut geriet ein 29-Jähriger in einem Wirtshaus in Gresten völlig aus der Fassung. Einen WC-Deckel demolierte er zuerst, zückte dann Fäuste und rangelte auch mit Polizisten. Im Prozess am Landesgericht St. Pölten erinnert sich der Erlauftaler kaum an die Vorfälle.

Eines weiß er noch: „Ich war alkoholisiert und eifersüchtig. Da hab ich den Klodeckel aus der Verankerung gerissen.“ Schluss war damit aber nicht.

„Er hat die Hand gehoben und Sieg Heil geschrien. Ich hab’ ihm gesagt, dass wir das hier im Wirtshaus nicht brauchen. Da hat er mich vom Hocker runtergestoßen. Mit einem Glas hat er nach dem Wirten geschossen und ich hab’ mir gedacht, da muss ich wieder einschreiten. Dann ist es so richtig losgegangen“, erzählt ein Zeuge vor Richter Slawomir Wiaderek.

Zwei Monate bedingt

Mehrere Männer beförderten den Alkoholisierten dann gegen seinen Willen aus dem Lokal. „Dabei habe ich von ihm eine mit der Faust ins Gesicht bekommen“, berichtet ein anderer Zeuge.

Ordnungshüter rückten schließlich mit Blaulicht an. Einer Festnahme widersetzte sich der Angeklagte mit Händen und Füßen. „Ich habe mehrere Stöße kassiert“, sagt ein Polizist.

Nun bittet der Angeklagte um Milde. „Das war alles ein Blödsinn“, bereut er seine Taten. Der Richter spricht ihn schuldig. Wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung setzt es zwei Monate bedingt verhängte Freiheitsstrafe. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.