ÖVP-Klubobmann zu Gstettnerhof-Kauf: „Wussten keine Details“

Erstellt am 26. Januar 2022 | 03:38
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Gemeinderat Gemeinderatssitzung Symbolbild
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Foto: Shutterstock/Denis Kuvaev
Nach der NÖN-Berichterstattung über den Kauf des Gstettnerhofes kritisiert die ÖVP die Vorgehensweise des Bürgermeisters.
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„Wir waren schon sehr verwundert, als wir vom Kauf des Gstettenhofes in der Zeitung gelesen haben“, meint ÖVP-Klubobmann Markus Weinmesser im NÖN-Gespräch. Denn vonseiten des SPÖ-Bürgermeisters Harald Gnadenberger wurde die Fraktion eindringlich um Stillhaltung in dieser Angelegenheit gebeten. „Wir haben dem Kauf des Gebäudes ja zugestimmt, aber dann die Detailplanungen zum Projekt auch in Bezug auf die Planungen des neuen Kindergartens in der Zeitung zu lesen, ohne vorher mit uns gesprochen zu haben, verwundert schon sehr. Wir wussten jedenfalls keine Details“, zeigt sich Weinmesser verschnupft. Auch deshalb, weil bei den Sitzungen von der SPÖ immer der überparteiliche Zusammenhalt in den Vordergrund gestellt werde.

Aber der innere Kreis der SPÖ, so wird von der ÖVP-Fraktion vermutet, hat die Detailpläne schon vorab in der Tasche. „Von Wohnungen oder Räumlichkeiten für Sozialeinrichtungen, geschweige denn von einer Sanierung bis 2023 war noch nie die Rede“, meint der ÖVP-Klubobmann. Zudem gäbe es laut Weinmesser für den Kindergarten noch einen zweiten und vielleicht auch besseren Standort für den Kindergartenneubau. „Aber dabei muss man über Partei- oder Gemeindegrenzen hinhausblicken, darüber hinaus wurde darüber Stillschweigen vereinbart. Und wir halten uns an unsere Abmachungen, um Projekte nicht zu gefährden“, meint Weinmesser.

Bürgermeister Gnadenberger argumentiert seine Vorgehensweise so: „Wir haben die Ideen und Konzepte vor allem mit dem Vorbesitzer und Planungsbüro diskutiert, um die sinnvolle Nutzung des Gebäudes sicherzustellen. Selbstverständlich werden die Gemeinderäte beider Fraktionen eingebunden und erst danach die Entscheidungen für die Umsetzung getroffen.“

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