Parkplatz statt Wohnhaus. Der Abbruch des Gemeindewohnhauses „Spörken 2“ ist abgeschlossen. Vorerst entschied sich Gemeinde für erweiterten Parkplatz. Eine Endlösung ist das aber noch nicht.

Von Anna Faltner. Erstellt am 22. September 2019 (04:34)
Marktgemeinde Gresten
Im August ging der Abbruch des ehemaligen Gemeindewohnhauses „Spörken 2“ über die Bühne. Dabei zeigte sich deutlich, dass das Gebäude bereits absolut desolat war.

Da wo bis vor Kurzem noch das allseits bekannte „17er-Haus“ (ein ehemaliges Wohnhaus) stand, herrscht jetzt Leere. Und die soll schnellstmöglich ausgefüllt werden – und zwar mit parkenden Autos.

Bei einer Begehung hat die Gemeindespitze bereits beschlossen, auf der 500 m² großen Fläche vorerst (!) rund 20 neue Parkplätze zu schaffen. Denn die werden im Ortszentrum wirklich gebraucht. Dass der Abriss des Gemeindewohnhauses „Spörken 2“ die richtige Entscheidung war, bestätigte sich für SP-Bürgermeister Harald Gnadenberger spätestens bei den Abbrucharbeiten: „Das Gebäude war wirklich äußerst desolat. Für den Abriss – schon allein aus Sicherheitsgründen – war es höchste Zeit.“

Marktgemeinde Gresten
In der Vorwoche besprachen Markus Kraml (Baufirma), Bürgermeister Harald Gnadenberger und Bauausschussobmann August Scheinhart bereits die zukünftige Nutzung des 500 m² großen Areals.

Was Grestner Pendler und Vereinsmitglieder bestimmt erfreut, ist das Aus für die unbeliebte Kurzparkzone am alten Saunaareal. „Das war notwendig, damit Dauerparker die Plätze nicht für Besucher der Kulturschmiede verparken. Nachdem wir den Parkplatz jetzt quasi verdoppeln, ist die Kurzparkzone nicht mehr notwendig“, erklärt Gnadenberger.

Ideen für zukünftige Nutzung willkommen

Die neuen Parkflächen werden mit dem Parkplatz gegenüber der Kulturschmiede verbunden. Mit Mauer, Sträuchern und einer Einfriedung vor dem Parkplatz soll dieser zur Straße hin abgesichert werden. Zusätzlich dazu soll der Parkplatz auch ordentlich beleuchtet werden.

„Wir starten nächste Woche mit der Planung“, betont der Ortschef. Ob die 500 m² auch in Zukunft nur als Parkfläche verwendet werden, steht noch nicht fest. „Vorerst schaffen wir Parkflächen, das ist die beste Lösung. Für die Nachnutzung gibt es noch keine konkreten Ideen, nur Ansätze. Und diese werden erst einmal im Gemeinderat durchdiskutiert“, hält sich Gnadenberger noch bedeckt.