Saisonstart für Hobbygärtner

Erstellt am 16. März 2022 | 04:11
Lesezeit: 3 Min
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Die selbst gezogenen Jungpflanzen von Johannes und Claudia Käfer können schon bald vom Gewächshaus der Gärtnerei in die Beete der Kunden übersiedeln.
Foto: Gärtnerei Käfer
Wer zu Hause einen schönen Garten haben will, sollte am besten jetzt mit den Arbeiten dafür loslegen.
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Für Gärtner Johannes Käfer beginnt die Saison allerdings schon im Februar, wenn er mit dem Anpflanzen beginnt. Denn die Pflanzen, die er im Frühling an seine Kunden verkauft, kommen aus der eigenen Produktion. Ab Anfang März geht dann die Arbeit im Verkauf so richtig los. Es herrscht große Nachfrage nach Frühblühern, Stiefmütterchen, Traubenhyazinthen, aber auch Gemüsepflanzen.

In den letzten zwei Jahren war ein steigender Verkauf zu beobachten. Durch die Pandemie ist es vielen wichtig geworden, sich ein schönes Zuhause zu schaffen. Das merken die Gärtnereien vor allem an der Nachfrage nach Beet- und Balkonblumen. Ein Trend, der auch immer mehr im Kommen ist, ist das Selbstversorgersein. Angefangen beim Anbau von diversen Gemüsesorten, aber auch das Pflanzen von Obstbäumen im eigenen Garten wird immer beliebter.

Wer keinen Garten hat, muss nicht darauf verzichten, selbst etwas anzubauen. „In großen Blumentöpfen auf dem Balkon oder der Terrasse kann man Gemüsepflanzen und Kräuter anbauen“, erklärt Johannes Käfer. Wichtig ist aber, dass die Pflanzen viel Licht haben.

Hochbeete hoch im Kurs

Nach wie vor sehr hoch im Kurs stehen Hochbeete. Im Hochbeet wird vor allem Fruchtgemüse angebaut, Gurken, Zucchini, die verschiedensten Salate. Neben dem klassischen Gemüsebeet finden Kräuterbeete in letzter Zeit immer mehr Anklang. „Es ist einfach lässig, wenn man zum Beispiel beim Grillen schnell zum Beet gehen kann und sich die eigenen Kräuter holen und die Speisen damit verfeinern“, beschreibt Käfer. Beim Anbau von Kräutern scheinen die Möglichkeiten fast grenzenlos zu sein. Es gibt auch sehr viele exotische Kräuter, die man anpflanzen kann. Thai-Basilikum, Koriander, verschiedenste Gewürze aus der fernöstlichen Küche. Sogar Wasabi kann man im eigenen Garten selbst anbauen.

Bei der Auswahl und dem Anbau von Blumen merkt man die steigenden ökologischen Ansprüche der Kunden. Viele achten darauf, dass die Pflanzen bienenfreundlich sind und für alle möglichen nützlichen Insekten wie Bienen und Hummeln einen passenden Lebenraum bieten.

Für alle, die noch keine Erfahrung beim „Garteln“ haben, hat Johannes Käfer Tipps parat: „Wer das erste Mal Gemüse anbauen will, sollte mit leichten Kulturen starten. Dazu zählen zum Beispiel Salate. Am besten kauft man sich Pflanzen, die schon angebaut sind.“ Es ist darauf zu achten, dass man robuste Pflanzen nimmt, die abgehärtet sind, sonst überleben sie oft das Umsetzen in den Garten nicht.

Wer selbst aussäen möchte, kann auf Pflanzen zurückgreifen, bei denen man gleich einen Erfolg sieht. Dafür eignen sich besonders Gemüsesorten wie Radieschen oder Rucola.

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