SPÖ und ÖVP mit neuen Gesichtern bei GR-Wahl. SPÖ und ÖVP treten mit neuen Gesichtern zur Wahl an. Vorbereitungen in finaler Phase.

Von Anna Faltner. Erstellt am 12. November 2019 (16:57)
SP-Bürgermeister Harald Gnadenberger will sachlich bleiben und nicht „wahlkämpfen“. VP-Parteichef Markus Weinmesser will ab Jänner ein Mandat im Gemeinderat.
NÖN, VP

Die Karten sind neu verteilt, die meisten Gesichter mittlerweile bekannt, die Ziele klar formuliert. Der Wahlkampf ist schon lange eröffnet. Wenn nicht schon im Jänner, als Wolfgang Fahrnberger (SPÖ) das Bürgermeisteramt an Harald Gnadenberger übergab, dann spätestens im Juli mit der Gemeindeparteiobmann-Übergabe bei der ÖVP von Martin Tanner an Markus Weinmesser. Spätestens seit der Vorwoche ist auch klar, dass der bisherige parteilose Mandatar und frühere ÖVP-Gemeinderat Andreas Dienstbier nicht mit einer Bürgerliste kandidieren wird und die Freiheitlichen mit ins Rennen gehen.

Bei der ÖVP laufen die Vorbereitungen jedenfalls auf Hochtouren. „Wir sind mittendrin in der heißen Phase, aber noch nicht ganz am Ziel. Wir haben etliche Strategiesitzungen hinter uns und feilen noch am großen Finale“, sagt Gemeindeparteiobmann Markus Weinmesser. Wen die ÖVP als Spitzenkandidat ins Rennen schickt, bleibt nach wie vor hinter geschlossenen Türen. „Wir haben uns schon für einen Spitzenkandidaten entschieden. Das wird in einer finalen Sitzung nächste Woche fixiert“, erklärt Weinmesser.

Ziel der ÖVP bleibt die Zusammenlegung

Bis 18. Dezember müssen alle Namenslisten bei der Gemeindewahlbehörde eingelangt sein, ob die ÖVP Gresten ihre Kandidaten schon davor präsentiert, steht noch nicht fest. Quasi in Stein gemeißelt ist das zentrale Ziel der Volkspartei: die Gemeindezusammenlegung. „Das ist ein primäres Thema in unserem Wahlkampf, weil es ganz einfach im Interesse der Bürger ist. Aber es wird nicht das einzige Thema sein, das wir behandeln“, betont der Parteichef.

Was ebenfalls klar ist: Weinmesser möchte einen Platz im Gemeinderat. „Natürlich ist das ein Ziel von mir – in welcher Form auch immer. Das kommt zum einen jetzt auf unsere finale Strategie und natürlich auf die Wahl an.“ Die Entscheidung, die Funktion als Gemeindeparteiobmann angenommen zu haben, bereut er keineswegs. „Wir haben ein gutes Miteinander, arbeiten eng zusammen, in einem eingespielten Team, das großteils schon im Gemeinderat vertreten ist“, sagt er.

Ebenfalls neu als Spitzenkandidat ist Harald Gnadenberger (SPÖ). Zwar übt er das Bürgermeisteramt schon seit Jänner aus, einer Wahl muss er sich in dieser Position allerdings zum ersten Mal stellen. Eines will er gleich klarstellen: „Es wird keinen Wahlkampf geben, davon gab es in der Vergangenheit genug. Wir werden Wahlwerbung machen – ohne große Reibereien. Immerhin arbeiten wir ja dann für fünf Jahre zusammen. Da sollte das Miteinander im Fokus stehen.“ Die Gemeindezusammenlegung ist für ihn kein Wahlkampf-Thema. „Für die Sozialdemokraten ist dies aktuell keine Option, sie sehen keine Vorteile darin. Momentan“, meint Gnadenberger.

„Einen Wahlkampf wird es nicht geben. Davon hatten wir in der Vergangenheit genug.“Harald Gnadenberger, SPÖ

Welche Themen die SPÖ in den Vordergrund rückt, möchte er noch nicht verraten. Nur so viel: In der Partei werden zwei neue Gesichter auftreten, die anhand ihrer Kompetenzen mit bestimmten Themen betraut werden sollen. Generell sei eine gute Mischung mit Jung und Alt und verschiedenen Berufsgruppen, das richtige Rezept.

Sein Ziel ist ganz klar: zum Bürgermeister gewählt werden. „Ich hatte jetzt fast ein Jahr Zeit, mich zu beweisen. Wenn die Grestner Bürger das für positiv erachten, werden sie mich unterstützen. Wenn nicht, ist das auch zu akzeptieren.“ Angst vor neuen Mitbewerbern wie der FPÖ hat Gnadenberger nicht. „Wenn die Zusammenarbeit konstruktiv ist, ist das sicher nichts Schlechtes. Aber damit setzen wir uns auseinander, wenn es soweit ist.“