Welser Profile: Zwei Mitarbeiter in Quarantäne. Vorerst Entwarnung bei den großen Firmen der Region. Gerüchte um Coronavirus-Fall bei der Firma ZKW in Wieselburg werden von der Firmenleitung klar dementiert. Bei Welser Profile mit Produktionsstandorten in Gresten und Ybbsitz hat man zwei Mitarbeiter vorsorglich in häusliche Quarantäne geschickt.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 12. März 2020 (19:58)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Fieberhafte Suche nach einem Wirkstoff
Fieberhafte Suche nach einem Wirkstoff
APA (dpa/Symbolbild)

Seit mehreren Tagen hielt sich ein Gerücht in Wieselburg hartnäckig. Bei ZKW hätte es einen Coronavirus-Fall gegeben, hieß es. Die Firmenleitung hat nun entschieden dementiert. "ZKW hat keine positiv getesteten Coronafälle", erklärt Konzernsprecherin Sandra Simeonidis-Huber.

Entwarnung gibt es auch vom Profile-Hersteller Welser. "Aktuell sind in unseren Produktionsstandorten noch keine Corona-Fälle aufgetreten. Der Coronavirus hat derzeit auch keine Auswirkungen auf unsere Lieferfähigkeit – wir bewerten die Entwicklung und die Maßnahmen täglich, um die größtmögliche Sicherheit und Gesundheit für unsere Mitarbeiter sicherstellen zu können", erklärt Pressesprecher Werner Stoebich.

Quarantäne zur Prävention

Vorsorglich hat Welser Profile aktuell aber zwei Mitarbeiter, die von einem Italien-Kurzurlaub am Dienstagabend zurückgekehrt sind nach Empfehlung der Amtsärztin aus Präventionsgründen in häuslicher Isolation geschickt. "Wir wollen jegliches Risiko vermeiden", sagt Firmenchef Andreas Welser.


Insgesamt gibt es strikte Präventivmaßnahmen bei Welser Profile: 

  • Tägliche Tagung des Corona-Kristenstabs zum Monitoring der aktuellen Lage
  • Externe Besucher werden, sofern sie in Risikogruppen fallen, abgewiesen.
  • Besuche von externen Schulungen und Veranstaltungen sind bis auf Weiteres abgesagt
  • Interne Besprechungen werden von der Anzahl der Teilnehmer limitiert.
  • Die Lehrlingsausbildung wird gleich dem Vorgehen in den Schulen der Oberstufe, ausgesetzt – die Lehrinhalte werden mittels distance learning vermittelt.
  • Stark eingeschränkte Reisetätigkeiten
  • Intensivierung der Reinigung unserer Räumlichkeiten
  • Mobile Work wird forciert, wo es möglich ist


"Das Tagesgeschäft läuft aber derzeit in Abstimmung mit den Kunden und Lieferanten erfolgt die Versorgung uneingeschränkt", erklärt Stoebich.