Wang: Frau konnte nur mehr tot geborgen werden

Erstellt am 27. Februar 2022 | 18:03
Lesezeit: 3 Min
Mehr als zwölf Stunden lang dauerte ein groß angelegte Suchaktion nach einer 89-jährigen dementen Frau in Wang. Am Sonntag gegen 9 Uhr wurde sie unweit des Wohnhauses durch einen Such-Trupp der Feuerwehr in einem Bachbett eines Grabens gefunden. Leider kam jede Hilfe zu spät.
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Am Samstag  erreichte die Kameraden der Feuerwehr Wang um 20.10 Uhr ein Notruf mit einer Personensuche. Nach Angaben des Ehegatten, war dessen 89-jährige demente aber ansonsten gesundheitlich in guter Verfassung befindliche Gattin seit den Abendstunden abgängig. Nach Rücksprache mit den Angehörigen und der Exekutive begannen alle Beteiligten am Anwesen und der näheren Umgebung in Reidlingdorf mit der Suche. Erschwert durch die Dunkelheit, Kälte und auch Schneetreiben, gestaltete sich diese jedoch als sehr schwierig. 

Nach zwei Stunden erfolgloser Suche, legte man bei einer Lagebesprechung die weitere Vorgehensweise fest. Es wurden Spürhunde von der Polizei und ein Hubschrauber des B.M.I. mit Wärmebildkamera angefordert und somit die Suche verstärkt. Da auch danach die Suche erfolglos blieb, entschied man sich dazu, mehrere Rettungshunde-Staffeln anzufordern und das gesamte Gebiet systematisch zu durchkämmen. Um 3 Uhr früh rückten dann die ersten Hundeführer mit ihren Spürhunden an. Gemeinsam mit einigen Feuerwehrkameraden ging dann die Suche bis in die Morgenstunden weiter. Es wurde das gesamte Waldgebiet im Umkreis, der Radweg von Steinakirchen bis Randegg und auch die Ufer der Lleinen Erlauf mehrmals abgesucht, leider erfolglos. 

Erst um 9 Uhr entdeckte ein Such-Trupp der Feuerwehr dank Tageslichte die abgängige Frau in einem Bachbett eines Grabens unweit vom Haus. Es kam leider jede Hilfe zu spät. Die Frau war bereits tot. Die Angehörigen wurden daraufhin vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuz Scheibbs betreut.

Insgesamt standen 88 Feuerwehrmitglieder von den Feuerwehren Wang, Steinakirchen, Pyhrafeld, Perwarth und Randegg im Einsatz. "Die Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen wie Polizei, Rotem Kreuz, Rettungshunde-Staffel und Feuerwehren funktionierte vorbildlich", betonte Feuerwehr-Pressesprecher Matthias Seifert von der FF Wang.

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