Für Oberndorfs FF-Haus heißt es „Bitte warten“. Der geplante Spatenstich für das Oberndorfer Feuerwehrhaus wurde verschoben. Vom Land fehlt noch die endgültige Freigabe.

Von Karin Katona. Erstellt am 25. September 2020 (05:27)
Beim Aufstellen der Bautafel hatte man noch mit Baubeginn Sommer 2020 gerechnet. Jetzt muss das wohl auf zumindest Herbst umgeändert werden.
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Für das neue Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Oberndorf schien bis vor Kurzem alles auf Schiene zu sein. Der Humus auf der Baustelle wurde abgetragen, voller Vorfreude posteten die Florianis auf ihrer Facebook-Seite Fotos der ersten Arbeiten. Der Spatenstich war für den vergangenen Montag festgesetzt.

Zu früh, wie sich herausstellte, die Bauarbeiten dürfen aktuell noch nicht starten. Feuerwehr, Gemeinde und Baufirma müssen weiterhin in den Startlöchern verharren. Denn die zuständige Abteilung für Raumplanung der Landesregierung NÖ hat die Widmung des Grundstücks noch nicht bestätigt.

„Wir hoffen auf eine rasche Abwicklung des Verfahrens und einen baldigen Baustart.“Bürgermeister Walter Seiberl

Im Juni, berichtet der Bürgermeister, habe man das vom Gemeinderat beschlossene Ortsentwicklungskonzept, das auch den Bau des neuen FF-Hauses beinhaltet, beim Land eingereicht. Seither warte man auf das Schlussgutachten. Auf NÖN-Anfrage beim Land wurde dort versichert, dass mit Hochdruck an dem Projekt gearbeitet werde. Es seien aber noch einige Verfahrensschritte ausständig, die aber in den nächsten 14 Tagen erledigt sein sollten. Dann sollte einem Baustart nichts mehr im Wege stehen.

Die Planung des Neubaus war bis zum heutigen Tag ohnehin eine hindernisreiche: Unter dem ursprünglich von der Feuerwehr anvisierten Grundstück befinden sich Römerfunde, die laut Denkmalamt fachgerecht zu sichern gewesen wären. Die Gemeinde musste vor den Kosten kapitulieren. Auf der Grundstückssuche fündig wurde man schließlich gegenüber dem Bauhof.

„Das alte Feuerwehrhaus aus den 70er-Jahren platzt aus allen Nähten und entspricht nicht mehr den aktuellen Standards“, erklärt FF-Kommandant Günther Dollfuß. „Abgesehen vom Platzmangel und unzureichender Wärmedämmung fehlen adäquate Sanitäranlagen, Schulungsräume und vieles mehr.“

Die Gesamtkosten für das neue Oberndorfer FF-Haus werden sich auf rund 2,1 Millionen Euro belaufen – ohne Grundankauf, den hat die Gemeinde separat finanziert. Die Gesamtkosten teilen sich Land, Gemeinde und Feuerwehr je zu einem Drittel, wobei die Florianis ihren Anteil großteils durch Eigenleistungen einbringen werden.

In Oberndorf hoffe man nun auf eine rasche Abwicklung des Verfahrens und einen baldigen Baustart, teilt Ortschef Walter Seiberl mit. Diesmal mit endgültigem Sanktus der Behörden. Die Aufschrift „Baubeginn Sommer 2020, Bauende Ende 2021“ auf dem Schild an der Baustelle wird man nun zumindest auf „Herbst 2020“ ändern müssen.