Wieselburg: Bewegung im Grünen in der Stadt . Im Herbst dieses Jahres sollen der Stadtwald und die Erlaufpromenade beim Gym zu echten Wohlfühloasen umgestaltet werden.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 20. Juli 2021 (19:09)

Der Stadt Wieselburg eine grüne Lunge zu geben, ist ein großes Ziel von Bürgermeister Josef Leitner (SPÖ). Grüne Inseln mitten in der Stadt, das Zwieselprojekt oder weniger Bodenversiegelungen sind drei der Vorhaben, die unter Leitner vorangetrieben werden. Doch damit nicht genug. Mit den Projekten Stadtwald und Erlaufpromenade hat Leitner noch zwei Pfeile im Köcher, die heuer im Herbst umgesetzt werden sollen. Bis zu 150.000 Euro sind dafür im Budget vorgesehen.

„Wir haben gemeinsam mit unserem Wieselburger Garten- und Grünraumexperten Klaus Moser die Gestaltung des Stadtwaldes und der Erlaufpromenade beim Gymnasium geplant und auch schon den Bürgern erstmals präsentiert. Das Feedback der Bevölkerung war sehr, sehr positiv“, freut sich Bürgermeister Josef Leitner.

„Wird bunte Vielfalt aus Bäumen, Sträuchern und Blumen.“ Klaus Moser von der Firma K.u.K Moser aus Wieselburg

Der „Stadtwald“ soll von der Fußgängerüberführung beim Wieselburger Bahnhof die Stadionstraße entlang bis zum Fußballplatz entstehen. Mitten durch den „Stadtwald“ soll auch der Rad- und Gehweg verlängert werden. Neben der unterschiedlichen Baumbepflanzung, die einem Gehölz-ABC entsprechen soll, werden auch Balanciergeräte aus Holz aufgestellt, die für jedermann frei zugänglich sein sollen. „Ziel ist, einen kleinen Motorikpark in den Stadtwald zu integrieren“, sagt Bürgermeister Leitner.

„Die Idee ist, dass der Stadtwald kein Wald im herkömmlichen Sinn ist, sondern ein Naherholungsgebiet mit Parkcharakter wird, wo man auf einer Bank etwas entspannen kann“, erklärt Gartengestalter Klaus Moser von der Firma K.u.K Moser.

Eine bunte Vielfalt versprechen die zu pflanzenden Bäume und Sträucher. „Wir schaffen es hier wirklich, das jeder Buchstabe im Alphabet mit zumindest einer Pflanze vertreten ist, allerdings mussten wir da auch auf die eine oder andere nicht heimische Pflanze ausweichen“, schildert Moser.

Manche Buchstaben kommen natürlich auch öfter vor. Und auch für Artenvielfalt in der Tierwelt ist gesorgt – von einer Blumenwiese über Sumpfflächen aus Lehmschlag für Insekten bis hin zu Baum- und Strauchgruppen wird es einiges geben. Neben dem Stadtwald wird auch die Erlaufpromenade vom Gymnasium bis zur ehemaligen Eisenbahnbrücke, wo jetzt der neue Fuß- und Radweg Breiteneich mit dem Stadtzentrum verbindet, neu gestaltet.

Hier werden zwei Flächen wirklich aufgeforstet – ausschließlich mit heimischen Gehölzen. Es soll ein neuer Naturraum entstehen. „Wir wollen eine möglichst naturnahe Uferlandschaft, wo auch Altholz liegen bleiben kann, sofern es keine Gefahr darstellt“, sagt Klaus Moser.

In diesen Bereich sollen auch Calisthenics-Anlagen für Outdoor Fitness- und Bodyweight-Trainings integriert werden. „Das bietet sich aufgrund der Nähe zum Sportzentrum genauso an wie eine Freiluftklasse für das Gymnasium“, sagt Leitner. Auch der jetzt schon vorhandene Bootseinstieg direkt bei der Erlauf ist im Konzept wieder vorgesehen.

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