Rinderzüchter: Ställe werden wieder voller

Optimismus trotzt rückläufiger Zahlen 2020. Export-Anteil beträgt 86 Prozent!

Erstellt am 30. August 2021 | 12:07

In Abwesenheit des Obmannes Leopold Buchegger aus Oberndorf – sein Sohn feierte am selben Tag Hochzeit – ging am Samstagvormittag in der Berglandhalle die Generalversammlung des NÖ. Genetik Rinderzuchtverbandes über die Bühne. Dabei zeichneten Obmann-Stellvertreter Otto Zimmermann, Zuchtleiter Ernst Grabner und Geschäftsführer Karl Zottl ein durchaus optimistisches Bild für die Rinderzucht, nach zwei schwierigen, von Corona gezeichneten Jahren. „Die Ställe werden wieder voller“, betonte Karl Zottl.

Zwar haben die Zahlen der Mitglieder (3.653, -3,6 %) und der Betriebe (3.208, -4,9 %) sowie der Viehbestand (86.092, -1,2 %) 2020 gegenüber dem Vorjahr etwas abgenommen, aber mit 317 Milchkühen mit einer Jahresleistung von über 100.000 Liter hat man bislang noch nie erreichte Zahlen im Verband. Auch stehen 14 der 36 Jungrinder mit einem Gesamtzuchtwert von über 140 in Österreich in Mitgliedsbetrieben des Verbandes. „Das ist unser Familiensilber“, ist Zuchtleiter Ernst Grabner überzeugt.

Insgesamt wurden 2020 7.540 Tiere über den Rinderzuchtverband vermarktet. Das sind um 383 weniger als 2019. Davon wurden 6.506 Tiere exportiert (86 %!). „Wir sind stark exportabhängig, daher hat Corona unsere Aufgabe nicht gerade erleichtert“, weiß Otto Zimmermann. Hauptabsatzmärkte sind in Europa Italien und Spanien, dazu kommt der zentralasiatische Raum mit Usbekistan, Kasachstan und Aserbaidschan. Stärker zurückgegangen ist die Vermarktung der Nutzkälber. Waren es 2019 noch 22.621 Kälber, so sank diese Zahl 2020 auf 20.112.

Ein Hauptthemenpunkt, der sich durch alle Berichte und auch die Ansprache von LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf zog, war die Forderung nach der Kennzeichnungspflicht. „Unsere Leute sollen wissen, woher ihr Fleisch kommt, das sie am Teller haben“, betonte Pernkopf.

Im Rahmen der Generalversammlung wurde auch der Vorstand mit Ausnahme des Obmannes neu gewählt. Die Stellvertreter bleiben dabei unverändert: Für die Periode von 2021 bis 2023 sind es Johannes Steiner (Neusiedl) und Martin Teufl (Oberndorf), für 2021 bis 2025 Fritz Hagler (Zeillern), Franz Schinagl (Ybbs) und Otto Zimmermann (Kautzen).