Göstlinger hat eine Vorliebe für Holz. Holz ist das Material, aus dem Thomas Längauer Geweihschilder und Geschenke herstellt.

Von Claudia Christ. Erstellt am 18. Dezember 2020 (18:04)
Thomas Längauer
Holz ist die Leidenschaft von Thomas Längauer aus Göstling. In seiner Werkstatt entstehen zahlreiche Werke aus Naturmaterialien.
privat

Das Arbeiten mit Holz ist das Metier von Thomas Längauer aus Göstling. In seiner Werkstatt entstehen einzigartige Stücke in filigraner Handarbeit. Genau die Genauigkeit und die Präzision sind es, die dem 54-Jährigen Freude an seinem Hobby bescheren. „Schon als Elfjähriger habe ich immer gerne mit Holz gearbeitet und danach auch den Beruf des Zimmerers ergriffen. Holz war für mich immer wichtig. Der Geruch der Bäume und die Vielfalt, die das Material Holz bietet, hat mich schon immer in seinen Bann gezogen. Ich könnte mir ein Leben ohne Holz einfach nicht vorstellen“, erzählt er. Seine Stücke, vor allem Geweihschilder, Heiligenbilder und Schutzpatrone und Vereinsmaskottchen tragen unvermittelt seine persönliche Handschrift.

Besondere Kreativität lebt Längauer bei dem Erstellen von den beliebten Porträts aus Holz nach einer Fotovorlage aus. „Bevor ich mit der Arbeit beginne, lasse ich das mir überlassene Bild drei bis vier Wochen auf mich wirken, um mir alle Einzelheiten genauestens einzuprägen“, erzählt er. Danach legt er mit der Arbeit los. Rund 20 Stunden Arbeit stecken in einem einzigartigen Stück, dass aus Lindenholz geschnitzt wird. Abschließend sorgt Hartwachs für den notwendigen Schutz gegen Nässe.

„Ich könnte mir ein Leben ohne Holz einfach nicht vorstellen.“ Thomas Längauer

Beliebt sind die Schnitzereien bei Jägern, aber auch bei Ad ventmärkten finden Längauers Werke besonderen Anklang. Bislang war er jedes Jahr beim Ad ventmarkt in Göstling vertreten.

Viele seiner handgeschnitzten oder gedrechselten Werke sind nicht nur mit viel Liebe hergestellt, sondern oftmals dürfen sie auch ihre Natürlichkeit beibehalten. „Mal ist es die Rinde, die eine gedrechselte Schale zu etwas ganz Besonderem macht. Hie und da darf sich dann auch ein Ast oder eine natürliche Wuchsveränderung mitten im Werkstück breitmachen. Das sind dann oft meine ganz besonderen Lieblinge“, erklärt der einstige landesbeste Zimmerer-Lehrling von Niederösterreich.