Eine Trophäenschau mit besonderen Gästen. Der wichtigste Rotwild-Hegering des Bezirks in der Langau lud zur Hegeschau. Das Hauptinteresse lag dabei auf den neuen Eigentümern: den Prinzhorns.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 26. Februar 2019 (04:00)
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Samstagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein. Dennoch ist der Glassalon in Langau bis auf den letzten Platz gefüllt. Mag sein, dass die ausgestellten imposanten Trophäen ein Grund waren. Ganz sicher ein Mitgrund war aber die Anwesenheit der neuen Eigentümer: Damit Thomas und Cord Prinzhorn bei dieser Hegeschau dabei sein konnten, wurde diese vom traditionellen Termin Mitte März nach vor verlegt.

NÖN

Mit 1. März ist der Kauf der letzten Rothschild-Besitzungen in der Langau – insgesamt über 7.200 Hektar – durch die Prinzhorn-Gruppe (die NÖN berichtete) rechtskräftig. Die Forstverwaltung Neuhaus GmbH wird mit Freitag die Forstverwaltung Langau übernehmen. Forstmeister Johannes Doppler (Langau), der gleichzeitig auch Hegeringleiter ist, wird gemeinsam mit dem neuen Forstmeister der Forstverwaltung Neuhaus GmbH, Michael Maunz, die Geschäfte leiten. Maunz ist 29 Jahre alt, stammt aus Eisenerz, war bisher Betriebsleiter des Forstbetriebes Hohenberg und wird sich vor allem um die jagdlichen Belange kümmern.

Er hatte am Samstag ebenso seinen ersten offiziellen Auftritt in Langau wie auch Thomas und Cord Prinzhorn. Dabei stand für die beiden aber die jagd- und forstwirtschaftlichen Gespräche an diesem Nachmittag im Vordergrund. Nur so viel ließ sich Cord Prinzhorn im NÖN-Gespräch entlocken: „Es ist eine wunderschöne Gegend, die wir behutsam weiterentwickeln wollen, sowohl im Sinne des Schutzes der Natur als auch im forstwirtschaftlichen und touristischen Bereich – aber natürlich sind das ganz sensible Themen, die es behutsam anzugehen gilt“, betonte Cord Prinzhorn.

Erstes Kennenlernen mit Verantwortlichen

Ein erstes Gespräch von Thomas Prinzhorn mit den Verantwortlichen der Gemeinde, der Ötscherlifte und des Ötscher Tourismusverbandes (ÖTV) hat es in der Vorwoche auch gegeben. „Ein sehr positives“, wie ÖTV-Obmann Walter Pöllinger verriet. „Es besteht von den neuen Eigentümern durchaus Interesse an einer guten gesamtheitlichen Weiterentwicklung der Region“, freut sich Walter Pöllinger. Das bestätigte auch Bürgermeisterin Renate Gruber gegenüber der NÖN, die das Gesprächsklima ebenfalls als sehr angenehm und konstruktiv schilderte: „Es war ein erstes Kennenlernen. Aber schon dabei zeigte sich, dass Nachhaltigkeit der Familie Prinzhorn ein wichtiges Anliegen ist und sie trotzdem auch dem sanften Tourismus Raum geben will.“

Doch zurück zum Samstag und zur Hegeschau. Im Hegering Langau ging der Abschuss im Vorjahr vor allem beim Rehwild zurück. „Die Gründe dafür sind einerseits der trockene Oktober und die damit verbundene Vollmast für das Wild. Und andererseits der Arbeitsanfall, der von unseren Mitarbeitern zu bewältigen war. Rund 90.000 Festmeter Schadholz – doppelt so viel als in einem normalen Jahr – waren 2018 aufzuarbeiten“, erläuterte Johannes Doppler. Grund zu Besorgnis sahen aber weder Doppler noch Bezirksforstinspektor Gernot Kuran.