Welle der Solidarität rollt durch den Bezirk Scheibbs

Erstellt am 09. März 2022 | 05:57
Lesezeit: 3 Min
Tausende Hilfspakete verlassen dieser Tage den Bezirk Scheibbs, um die Notleidenden des Ukraine-Krieges mit dem Notwendigsten zu versorgen.
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Freitagvormittag in der ÖVP-Bezirksparteigeschäftsstelle in Scheibbs. Pakete über Pakete, gefüllt mit Hygieneartikeln, und Säcke voller Kleidung füllen die Räume. „Es ist unglaublich, was da zusammengekommen ist und das innerhalb von nur drei Tagen. Tausende von Paketen werden nun nach Tulln transportiert und von dort aus weiter nach Moldawien“, zeigt sich Landtagsabgeordneter Anton Erber von der parteiübergreifenden Aktion bewegt.

Anfang der Vorwoche hat die JVP gemeinsam mit dem Zivilschutzverband NÖ einen Aufruf gestartet. „Keiner von uns hat gedacht, dass die Aktion so explodiert“, freut sich auch JVP-Bezirksobmann Daniel Aigner. Allein 560 Hilfspakete im Wert von 13.000 Euro sowie Jacken, Decken und Windeln sammelten die Göstlinger für die Flüchtlinge. „Diese großartige Welle der Hilfsbereitschaft macht mich mächtig stolz“, ist Bürgermeister Friedrich Fahrnberger von so viel Solidarität beeindruckt.

Ungebrochen war die Hilfsbereitschaft auch in Gresten. „Wir haben an die zehn Kubikmeter an Hilfsgütern auf die Reise geschickt“, sagt ein beeindruckter ÖVP-Parteichef Markus Weinmesser.

Viele Spendenaufrufe und private Hilfsaktionen

Neben Sachspenden gab es wie in der Stadtgemeinde Wieselburg viele Geldspenden. „Die Bevölkerung wurde über mögliche Hilfsmaßnahmen per WhatsApp und der Homepage über die Spendenaktionen der Caritas, des Roten Kreuzes und vom Hilfswerk informiert. Darüber hinaus unterstützt Wieselburg die Sammelaktion des Vereines ‚Soziales Ybbs‘ für ein Partner-Krankenhaus in Charkiw“, erklärt Dieter Gröbner.

Fleißig mitgeholfen und gekauft haben die Reinsberger im Zuge der Hilfsaktion. Denn das „G‘schäft“ im Ort hat kurzfristig fertige Hilfspakete zusammengestellt. „Diese wurden von vielen Freiwilligen befüllt und konnten zu einem Fixpreis erworben werden“, erklärt Vereinsobmann Christoph Wolmerstorfer. Über 200 Pakete sind zusammengekommen und in die ÖVP-Bezirksgeschäftsstelle geliefert worden.

In Gaming sind indes bereits eine Familie und drei Mädchen angekommen und in einem Quartier untergebracht. Dank der guten Zusammenarbeit vieler Gaminger, die organisieren, spenden und sammeln, sind diese erst einmal gut versorgt. Geldspenden gehen dank eines direkten Drahts in die Diözese Mukatschewo. Damit werden aktuell benötigte Medikamente und Verbandsmaterial für Verwundete in der Ukraine besorgt. Spendenboxen stehen in der Holzkirche, in der Pfarrkirche Gaming sowie in den Pfarren Lunz und Lackenhof bereit.

400 Schachteln mit Kleidung, Decken und Bettwäsche – so lautet die stolze Bilanz der Sammelaktion des Dorferneuerungsvereins Purgstall, der mit der Organisation ORA in Ardagger zusammenarbeitet. 17 Helfer waren vom vergangenen Freitag bis Montag im Einsatz, um die Unmengen an Spenden zu verpacken. „Wir waren beeindruckt von so viel Hilfsbereitschaft. Die Spenden sind nicht nur aus Purgstall, sondern teilweise aus der ganzen Region gekommen“, schildert Koordinatorin Ingrid Fabris: „Die Firmen SBS und Hofstätter haben sich für den Transport zur Verfügung gestellt.“

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