Stadt Scheibbs wagt Weltrekordversuch. Bis zum 31. März können die Scheibbser Bürger für den Verein Licht für die Welt 30 Euro spenden, um blinden Menschen in Afrika ein neues Leben zu ermöglichen.

Von Sabina Handl. Erstellt am 08. März 2018 (05:00)
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Hoffen auf ein Gelingen des Weltrekordversuches: Initiator Franz Gloser, Bürgermeisterin Christine Dünwald und Patrick Hafner von Licht für die Welt (von links).für die Welt
Licht für die Welt

Die Stadt Scheibbs wagt einen Weltrekordversuch und bringt damit Licht in die Welt. Im Rahmen von Licht für die Welt, einer österreichischen Fachorganisation für Menschen mit Behinderung, werden Spenden für blinde und stark sehbehinderte Menschen in Afrika gesammelt, um ihnen eine Augenoperation zu je 30 Euro zu finanzieren.

Ziel des Weltrekordversuchs ist, dass bis zum 31. März ein Fünftel aller erwachsenen Scheibbser 30 Euro für Augenoperationen in Afrika spendet. Die beiden Organisatoren Franz Schneider, einst Vorsitzender von Amnesty International Österreich, sowie der ehemalige Kulturamtsleiter Franz Gloser, sehen dies als einen kleinen Beitrag für die Zukunft der Menschheitsfamilie.

„In Scheibbs war der Kontakt zum Verein Licht in die Welt bereits bekannt und als ich gemeinsam mit Franz Schneider zur Frau Bürgermeister gegangen bin, ist sie auch sofort angetan von der Idee gewesen“, berichtet Gloser.

Bereits etwa 300 Scheibbser haben sich beteiligt

An der Spendenaktion haben sich bisher bereits etwa 300 Scheibbser beteiligt, darunter geschlossen alle Mitglieder des Gemeinderates.

Operiert werden vor allem Kinder und Erwachsene, die an Grauem Star erkrankt sind. Wie nötig die Hilfe in Afrika ist, davon konnte sich Licht-für-die-Welt-Mitarbeiter Franko Petri selbst vor Ort überzeugen. „Wer dies einmal erlebt hat, weiß, dass die Scheibbser Aktion kein Tropfen auf dem heißen Stein ist, denn es zählt jeder einzelne Mensch. Wenn die Aktion Erfolg hat, können wir damit 700 Menschen und ihren Familien ein neues Leben im Licht der Welt schenken“, verspricht Petri.

„Wir hoffen, dass auch andere Städte dem Beispiel der Scheibbser Bürger folgen werden“Patrick Hafner

Scheibbs ist die erste Stadt in Österreich, die diese Gemeinschaftsaktion macht. „Wir hoffen, dass auch andere Städte dem Beispiel der Scheibbser Bürger folgen werden“, appelliert Patrick Hafner von Licht für die Welt.

Die Stadt Scheibbs erhielt 1886 als erster Ort der Monarchie eine elektrische Straßenbeleuchtung und es wurde Licht. Nun wollen die Scheibbser, 134 Jahre später, auch den Menschen in den Projektländern von Licht für die Welt das Augenlicht zurückbringen. Für 30 Euro sind auch Sie dabei.