Gaming, Scheibbs: Pfarre und Kartause

Erstellt am 22. Juli 2022 | 05:34
Lesezeit: 2 Min
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In der Kapelle des Pflege- und Betreuungszentrums Scheibbs findet sich dieses Magdalenenbild aus dem Jahre 1964.
Foto: Pfarre Scheibbs
Herzog Albrecht II. war der Stifter der Kartause „Maria Thron“ in Gaming und der Stadt Scheibbs.
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Erstmals wurden die Feste und der Ort Scibes (Scheibbs) um 1150 im Vikariat der Pfarre St. Leonhard am Forst erwähnt. Am Lichtmesstag 1352 erhob Herzog Albrecht II. in seinem 2. Stiftungsbrief Scheibbs zur Stadt. Ein Blick in Urkunden und alte Aufzeichnungen zeigt, wie eng die Stadt Scheibbs in kirchlichen und wirtschaftlichen Belangen durch Jahrhunderte mit der Klostergründung von Gaming verflochten war.

Denn der erste Stiftungsbrief Herzog Albrechts II. vom 24. Juni 1330 sieht in Gaming eine Doppelkartause mit 24 Mönchen und einem Prior vor. Die Kartause sollte den Namen „Maria-Thron“ führen. Am 13. August 1332 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung für Kirche und Kloster. Zehn Jahre später war die Vollzahl der Mönche erreicht, sodass am Fest des heiligen Kolomann am 13. Oktober 1342 der Bischof von Gurk die feierliche Einweihung vornahm. 1367 war der Bau der Kartause vollendet. Der 1368 verstorbene Herzog Albrecht II., Stifter der Pfarre Scheibbs und der Kartause Gaming, wurde an der Seite seiner Gattin und seiner Schwägerin im Gaming bestattet.

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