Gaminger Verein zeigt die kleine Welt der Eisenbahn. Vor 30 Jahren haben sich Freunde der Modellbahn in Kienberg-Gaming zum Verein zusammengeschlossen. Am Wochenende gibt es die Anlage mit 50 Zügen wieder zu bestaunen.

Von Claudia Christ. Erstellt am 06. Dezember 2019 (05:13)
Reinhard Nowotny ist einer von zehn Vereinsmitgliedern der Modellbahnfreunde in Kienberg-Gaming.  Foto: Christ
Claudia Christ

Beim Anblick der Modellbahnanlage im alten Feuerwehrhaus in Gaming schlagen nicht nur die Herzen der Kinder höher, auch die Erwachsenen fühlen sich wieder in die Kindheit zurückversetzt.

Auf 25 Quadratmeter sind 50 Miniatur-Zuggarnituren im Maßstab 1:87 auf der über 300 Meter langen Gleisanlage unterwegs. Ein Zug legt rund 125 Meter zurück bis er wieder seinen Ausgangspunkt erreicht und benötigt dafür rund eineinhalb Stunden(!), denn die bereits in den Schattenbahnhöfen wartenden Garnituren haben Vorfahrt. 118 Weichen sorgen für den reibungslosen Zugverkehr auf der Strecke.

Bis ins kleinste Detail und in filigraner Kleinarbeit haben die zehn Mitglieder des Vereines hier eine im Bezirk einzigartige Miniaturlandschaft geschaffen. Historische und moderne Züge, eine Schmalspurbahn und eine Straßenbahn schlängeln sich durch die Stadt- und Dorflandschaften. „Hier stecken unzählige Arbeitsstunden und sehr viel Herzblut drin“, sagt Vereinsobmann-Stellvertreter Reinhard Nowotny. Er selbst hat die Liebe zur Bahn schon in seiner Kindheit entdeckt: „Ich bin neben dem Bahnhof in Lunz aufgewachsen und habe meine Freizeit gänzlich am Bahnhof verbracht.“

Als Trost dafür, dass es mit seinem Traumberuf bei der ÖBB nicht geklappt hat, lebt der heutige Staplerfahrer seine Leidenschaft nun bei seinem Hobby aus. „Es macht einfach Spaß und auch die Technik dahinter ist für mich besonders faszinierend“, sagt er und präsentiert stolz seine neueste Errungenschaft, eine Schneefräsen-Lok. Die Leidenschaft für den Modellbahnbau möchten die Vereinsmitglieder auch der nachkommenden Generation vermitteln. Dafür braucht es neue Mitglieder.

Vor der Winterpause haben Interessierte am Samstag, 7., und Sonntag, 8. Dezember, (von 13 bis 18 Uhr) nochmals die Gelegenheit, die Anlage zu bestaunen, und vielleicht springt ja auch bei dem ein oder anderen der Funke für die kleine Welt der Eisenbahn über.